Entertainment on Demand (EoD) ist seit 2020 ein Branchenführer bei der Erfassung des Lebenszyklus von Video-Streaming-Nutzern in den USA. Als Erweiterung dieses Angebots hat EoD einen neuen Transaktionsdienst eingeführt, der neben Video-Streaming auch das Ausleihen und den Kauf digitaler Filme, den Kauf digitaler Serien sowie Kinoumsätze erfasst. Er liefert detaillierte Einblicke in den Transaktionsbereich und verknüpft Titel vom Kinostart bis zur Nutzung nach dem Kinostart, unabhängig davon, ob sie gestreamt, ausgeliehen oder gekauft wurden.
Der folgende Bericht befasst sich mit der Lage der Transaktionsbranche in den USA im Zeitraum von Oktober 2025 bis März 2026.
Nach der Corona-Pandemie haben sich die Transaktionsausgaben nur schwer wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt, insbesondere im Kinobereich. Im März 2026 gab jedoch jeder dritte Amerikaner ab 16 Jahren in den vergangenen sechs Monaten Geld für Transaktionskäufe aus. Der Wert der Kategorie „Transaktionen“ in den USA belief sich in diesem Zeitraum auf 5,7 Milliarden US-Dollar.
Im Bereich der Transaktionsausgaben stellt das Kino die größte Kategorie dar. 25 % der Amerikaner geben an, in den letzten sechs Monaten ins Kino gegangen zu sein, um sich einen Film anzusehen. Kinogänger besuchten das Kino in diesem Zeitraum durchschnittlich 4,1 Mal, also etwa einmal alle sechs Wochen. Aufgrund der hohen Nutzungshäufigkeit dieser Kategorie entfallen 65 % aller Transaktionsausgaben in diesem Zeitraum auf das Kino, gefolgt von Filmverleih (15 % der Ausgaben), Filmkäufen (12 % der Ausgaben) und dem Kauf von Fernsehsendungen (9 % der Ausgaben).
Demografische Faktoren spielen eine große Rolle beim Kaufverhalten. Bleibt man bei den Kinogängern, so lässt sich ein klarer Zusammenhang zwischen Alter und Kinobesuchsfrequenz feststellen. Die Generation Z (unter 24 Jahren) ging am häufigsten ins Kino, im Durchschnitt 4,6 Mal in den sechs Monaten von Oktober bis März. Die Babyboomer (ab 65 Jahren) hingegen gingen im Durchschnitt nur 3,8 Mal ins Kino. Eine Ausnahme von diesem Trend bildet die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, die zwar seltener ins Kino geht, dafür aber eine höhere Durchdringungsrate aufweist.
Zwar gehen jüngere Zuschauer häufiger ins Kino, doch gibt es generationenübergreifende Gemeinsamkeiten, wenn es darum geht, was sie sich ansehen. Der beliebteste Kinofilm für alle Altersgruppen unter 55 Jahren war „Zootopia 2“. Bei den über 55-Jährigen setzten sich jedoch Musicals gegen den Disney-Animationsfilm durch. „Wicked: For Good“ war der beliebteste Kinofilm bei den 55- bis 64-Jährigen und „Song Sung Blue“ bei den über 65-Jährigen.
Der Lebenszeitwert eines Filmtitels geht über den Kinobereich hinaus. Im 6-Monats-Zeitraum bis März 2026 kauften 9 % der US-Amerikaner einen digitalen Film und 10 % liehen sich einen aus. Während „Zootopia 2“ die Kinos dominierte, war das Superhelden-Genre zu Hause auf dem Vormarsch. Der meistgekaufte und meistausgeliehene Film in diesem Zeitraum war „Superman“, und auf Platz 2 der meistgekauften Filme lag „The Batman“.
Obwohl die Generation Z (unter 25-Jährige) häufiger ins Kino geht und sich über die aktuellen Blockbuster auf dem Laufenden hält, tendieren ihre Ausgaben zu Hause eher in Richtung Nostalgie. Der Trend zur „Nostalgie“ ist in verschiedenen Bereichen wie Mode und Technologie deutlich zu erkennen und zeigt sich auch in den Ausgaben der Generation Z für Filme. So schafft es beispielsweise der 2008 erschienene Film „Twilight“ sowohl bei den ausgeliehenen als auch bei den gekauften Titeln unter die Top 5 der Generation Z. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen lässt die Beliebtheit des Films hingegen schnell nach. Dieses Verhalten beeinflusst zweifellos die Produktion von Neuauflagen und Fortsetzungen in Film und Fernsehen, mit denen das Publikum der Generation Z gewonnen werden soll.
In der Kategorie der im Fernsehen angebotenen Transaktionsinhalte dominieren Sitcoms. Ein ähnliches Streben nach Nostalgie zeigt sich auch beim Kauf von Fernsehserien. „Friends“ war die meistgekaufte Serie in allen Altersgruppen unter 55 Jahren. Und auf US-Ebene werden Serien wie „Seinfeld“ und „The Office“ nach wie vor häufig gekauft. Da sich die Streaming-Anbieter auf die Produktion von Dramaserien und Miniserien konzentriert haben, greifen diejenigen, die nach einer langjährigen Sitcom suchen, auf ältere Titel zurück.
Bei Diskussionen über beliebte TV-Titel geht es oft nur um Streaming, während der digitale Kauf von Serien außer Acht gelassen wird. Dabei weisen Serienkäufe im Vergleich zu anderen Transaktionskategorien die höchsten durchschnittlichen Ausgaben pro Transaktion auf. Da Zuschauer oft eine ganze Staffel auf einmal kaufen, geben Serienkäufer an, mehr als 18 Dollar pro Transaktion auszugeben. Im Vergleich dazu liegt der Durchschnittswert bei einer Filmausleihe bei nur 9,20 Dollar pro Transaktion. In einem so großen Markt wie den USA ist selbst eine Kategorie, die nur 9 % der Transaktionsausgaben ausmacht, immer noch von hohem Wert.

Der Bereich der Transaktionsdienste hat sich in den letzten fünf Jahren erheblich verändert. Zu verstehen, wie verschiedene Verbrauchergruppen in diesem Bereich ihre Ausgaben tätigen, ist entscheidend für die Einschätzung des Lifetime Value eines Titels. Dies kann dabei helfen, zu planen, welche Titel freigegeben werden, wie lange ein Kinostart dauern sollte und wer sowohl im Kino als auch außerhalb die Zielgruppe sein sollte. Es hat Auswirkungen auf die Markteinführungs- und Marketingstrategien. Um mehr zu erfahren, wenden Sie sich bitte an das „Entertainment on Demand“-Team oder kontaktieren Sie Jennifer Larkman

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