Bei wichtigen Weihnachtsklassikern wie Schokolade, gekühlten Desserts, Spirituosen und Frischfleisch kam es zu deutlichen Preisanstiegen, wobei die Preise für Schokolade um 13 % stiegen.
Weihnachten 2024 stellte für britische Haushalte einen Meilenstein dar und brachte in den vier Wochen bis zum 29. Dezember 2024 einen Rekordumsatz von 13,8 Milliarden Pfund, was einem Anstieg von 0,5 Milliarden Pfund oder 3,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während die Ausgaben stiegen, blieb das Kaufvolumen jedoch unverändert, was die anhaltenden Auswirkungen der Inflation auf das Verbraucherverhalten widerspiegelt.
Die Inflation bei Lebensmitteln war zwar niedriger als in den vorangegangenen Weihnachtssaisons, blieb aber ein bedeutender Faktor und lag im vergangenen Dezember bei 3,7 %. Wichtige Weihnachtsklassiker wie Schokolade, gekühlte Desserts, Spirituosen und Frischfleisch verzeichneten deutliche Preisanstiege, wobei Schokolade um 13 % teurer wurde. Trotz der höheren Preise griffen die Verbraucher gerne zu hochwertigen Eigenmarkenprodukten, deren Absatz im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 14,6 % stieg und einen Rekordanteil von 7 % am Gesamtumsatz ausmachte. Haushalte mit gutem Einkommen tendierten zu Eigenmarkenangeboten, während Verbraucher mit knapper Kasse in bewährte Marken investierten, auf die fast die Hälfte ihrer Ausgaben entfiel.
Der Online-Handel übertraf weiterhin die Umsätze im stationären Handel und wuchs im Vergleich zu Weihnachten 2023 um 100 Millionen Pfund. Auch Discounter zeigten eine starke Leistung, wobei der Umsatz um 4,8 % auf 2,6 Milliarden Pfund stieg. Amazon behielt seine Position als führender Einzelhändler für allgemeine Konsumgüter, während TikTok einen bemerkenswerten Einstieg in den britischen Social Commerce feierte und damit einen Wandel in der Art und Weise markierte, wie Verbraucher online mit Einzelhändlern interagieren.
Lebensmittel übertrafen Getränke in den Weihnachtskörben, wobei Premiumprodukte, genussvolle Leckereien und nüchterne Neugier die Kaufentscheidungen prägten. Der Umsatz mit alkoholarmen und alkoholfreien Produkten stieg um 5,5 %, während der Alkoholumsatz insgesamt um 1,7 % zurückging. Champagner bildete eine seltene Ausnahme und verzeichnete einen Zuwachs von 1,8 Millionen Pfund gegenüber dem Weinumsatz.
Während Supermärkte nach wie vor der dominierende Kanal für Weihnachtsausgaben blieben, sank ihr Marktanteil gegenüber 2023 um 0,9 Prozentpunkte. Die Werbeaktionen blieben auf dem Niveau des Vorjahres, wobei Tesco mit 44 % der Ausgaben für Sonderangebote die Spitze anführte. Nach einem stagnierenden Jahr 2023 verzeichnete der Bereich allgemeine Handelswaren an diesem Weihnachtsfest einen deutlichen Aufschwung, wobei die Umsätze im Vergleich zu Weihnachten 2023 um 7 % stiegen. Versierte britische Käufer gaben zudem in der Zeit vor dem Black Friday mehr aus, was die Bedeutung einer guten Vorbereitung unterstreicht.
Mit Blick auf Weihnachten 2025 dürfte eine stabile Inflationsentwicklung das Verbrauchervertrauen stärken. Die Online-Verkäufe werden ihren Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen, angetrieben vom Lebensmittelsektor und den allgemeinen Handelswaren. Einzelhändler, die wichtige saisonale Chancen wie Sommerkategorien nutzen und ihre Omnichannel-Strategien verbessern, sind gut positioniert, um in dem sich wandelnden Markt erfolgreich zu sein.
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