Größere Rationalisierung des Verbrauchs im Haushalt im zweiten Quartal 2025
Die Suche nach Sonderangeboten hat unter Verbrauchern mit höherer Kaufkraft zugenommen. Im zweiten Quartal 2025 stieg der Anteil von Sonderangeboten in den Einkaufskörben der Haushalte der Klasse AB von 14 % auf 23 %, was ein neues, strategischeres Konsumverhalten widerspiegelt.
Der ausgeglichene Verbraucher: Kontrolle und Selektivität am Point of Sale
Dieses Szenario verdeutlicht das Verhalten des sogenannten „ausgewogenen Verbrauchers“, der versucht, Budget, Bedarf und Qualität in Einklang zu bringen. Obwohl die Brasilianer häufiger in die Geschäfte gehen – mit einem Anstieg der Frequenz um 12 % –, sank die Anzahl der Artikel pro Besuch um 11 %, was auf eine stärkere Kontrolle über den Einkaufswagen hindeutet. In den Klassen AB sank die Kaufintensität im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024 um 5 %. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Klassen DE einen Anstieg des Einkaufsvolumens um 8 %, was auf eine mögliche Erholung des Konsums hindeutet.
Wesentliche Kategorien führen das Wachstum an
Kurzfristig haben die wesentlichen Kategorien das Wachstum vorangetrieben. Getränke legten um 3 % zu, salzige Lebensmittel um 2 % und Rohstoffe um 1 %. Auf der anderen Seite verzeichnete die Kategorie Hygiene und Schönheit einen Rückgang von 7 % beim Volumen pro Einkauf, insbesondere bei den jüngeren Verbrauchern. Die Generation Alpha (geboren ab 2010) reduzierte die Verwendung dieser Produkte um 3 %.
Gedenk- und Geschenkartikel von geringem Wert
Auch Ereignisse wie Ostern, Muttertag und Valentinstag spiegelten diesen Wandel wider. Produkte mit geringerem Preis gewannen unter den „geschenktauglichen“ Artikeln an Bedeutung, wie beispielsweise Seifen, deren Absatzvolumen um 16 % stieg.
Diversifizierung der Kanäle und Einkaufsmissionen
Um den Konsum aufrechtzuerhalten, haben die Brasilianer die Nutzung von Einkaufskanälen ausgeweitet. Im zweiten Quartal 2025 wurden durchschnittlich acht Kanäle pro Person genutzt – einer mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.
Auch die Einkaufsmotive haben sich verändert. Die Zahl der dringenden Einkäufe sank um 10 %, während die Häufigkeit der Vorratseinkäufe um 34 % zunahm. In diesem Zusammenhang gewannen kleinere Kanäle an Bedeutung: Der Anteil des kleinen Einzelhandels stieg von 49 % auf 55 % des Volumens der Vorratseinkäufe, während der Anteil des traditionellen Einzelhandels von 52 % auf 54 % stieg.

