Die untere soziale Schicht kauft lieber weniger Produkte, dafür aber aus mehr FMCG-Kategorien
Der Konsum in brasilianischen Haushalten verzeichnete im Vergleich des dritten Quartals 2024 zum Vorjahr einen Rückgang der gekauften Einheiten pro Einkauf (-0,7 %), während die Einkaufshäufigkeit wieder zunahm (+0,3 %). Diese Entwicklung ist vor allem auf die Haushalte der Klassen D und E zurückzuführen. Um ihre Ausgaben auszugleichen, setzten diese Haushalte auf eine Strategie mit weniger Produkten und mehr Warengruppen.
Mit dieser Strategie gelang es allein den brasilianischen Verbrauchern der Klassen D und E, die Anzahl der gekauften Warengruppen kurzfristig zu steigern: Sie stieg von 38 Warengruppen im zweiten Quartal auf 39 im dritten Quartal. Auch der Warenkorb war vielfältiger. In 50 % der Einkaufssituationen wurden sechs oder mehr Warengruppen gekauft, gegenüber 42 % bei den Klassen A und B und 46 % bei der Klasse C.
Konsum der unteren Einkommensschicht zu verschiedenen Tageszeiten
Es ist zudem erwähnenswert, dass es sich hierbei um die Verbrauchergruppe handelt, bei der die Häufigkeit des Frühstückskonsums am stärksten zugenommen hat, was auf die Rückkehr zum Frühstück zu Hause zurückzuführen ist, das um 26,1 % zugenommen hat. In diesem Zusammenhang bestand die Mahlzeit aus eher einfachen Produkten wie handwerklich hergestelltem Brot (+25 %) und Kaffee (+18 %), aber es gab auch einen Anstieg in den Kategorien mit höherer Wertschöpfung, wie Butter (+10 %) und Eier (+9 %).
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