Unsere Studie „Consumer Insights“ zeigt neue Entwicklungen auf dem Liefermarkt auf, wie zum Beispiel das Essen bei anderen zu Hause

Im ersten Halbjahr 2024 nahm der Außer-Haus-Konsum in Brasilien hinsichtlich der Häufigkeit weiter zu (+13 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum), was folglich zu mehr Konsumgelegenheiten führte (+23 %).

Der Liefermarkt ist der Haupttreiber für das Wachstum des Außer-Haus-Konsums. Er verzeichnet die größte Zunahme bei der Anzahl der Bestellungen (+12 %), der Häufigkeit (41 Mal im Halbjahr) und dem durchschnittlichen Bestellwert (46,80 R$).  


Der Liefermarkt eröffnet zudem neue Dynamiken im Außer-Haus-Verzehr, insbesondere in Bezug auf den Verzehr bei anderen Personen zu Hause, der bereits den größten Anteil ausmacht und 39 % der Einheiten ausmacht (ein Anstieg um 8,8 Prozentpunkte im untersuchten Zeitraum).


Lokale Märkte: Chancen für Konsumgütermarken



Die Brasilianer lassen auch Raum für den Konsum vor Ort – im Englischen als „on premise“ bezeichnet. Hier hängt das Wachstum mit Nachtclubs und Diskotheken (+5 % beim Anteil an den Einheiten im untersuchten Zeitraum), mit Bars (+2 %) und mit Cafés (+2 %) zusammen. Auch die Impulskanäle leisten einen größeren Beitrag (+5 %), wobei Strandbuden und Kioske (+2 %) sowie Kantinen in Schulen, am Arbeitsplatz und an Hochschulen (+1 %) besonders hervorstechen.


Alkoholkonsum in Brasilien


Es ist erwähnenswert, dassalkoholische Getränke sowohl im Liefermarkt als auch beim Konsum vor Ort an Bedeutung gewinnen. Allerdings treten sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Konsumverhalten der Verbraucher auf. Alkoholfreie Getränke werden beispielsweise eher unter der Woche konsumiert (73 % des Verbrauchs entfallen auf Montag bis Freitag), während alkoholische Getränke hauptsächlich am Wochenende getrunken werden (48 % des Verbrauchs entfallen auf Samstag oder Sonntag).  


Sonntags gibt es mehr Spielraum für alkoholische Getränke, und die Strategie, wie man den Verbraucher anspricht, kann entscheidend sein, um ihn zum Kauf zu bewegen. Um die Wahl des Kunden zu sein, muss man in Bars und auf dem Liefermarkt verfügbar sein sowie eine Verbindung zu traditionellen Sportveranstaltungen und Treffen mit Familie und Freunden herstellen.

Bei Lebensmitteln hingegen gibt es Unterschiede je nach gewähltem Kanal. Im ersten Halbjahr 2024 bevorzugten die Brasilianer, die Lieferdienste nutzten, hausgemachte Süßigkeiten (+12 %), während diejenigen, die vor Ort aßen, Mahlzeiten und herzhafte Speisen bevorzugten.

Um sich in einem Markt mit vielfältigen Vertriebskanälen abzuheben, muss für jeden einzelnen eine maßgeschneiderte Strategie entwickelt werden.

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