Der südafrikanische FMCG-Markt kehrte 2025 auf den Wachstumspfad zurück: Die Verbraucherausgaben stiegen um 3,3 % – eine deutliche Wende gegenüber dem Rückgang um 2,4 %, der 2024 verzeichnet worden war. Dies geht aus der aktuellen „Brand Footprint 2026“- Analyse von Worldpanel by Numerator hervor.
Dieser Aufschwung vollzieht sich vor dem Hintergrund, dass lokale und regionale Marken in südafrikanischen Haushalten weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Zusammen machen sie 61 % der „Consumer Reach Points“ (CRPs) unter den 100 meistgewählten FMCG-Marken des Landes aus, was die Stärke von Marken unterstreicht, die für lokale Verbraucher von großer Bedeutung sind.
Die „Consumer Reach Points“ messen, wie viele Haushalte eine Marke erreicht und wie häufig diese Haushalte sich für sie entscheiden, und liefern so einen einheitlichen Maßstab für die Markenwahl über verschiedene Kategorien und Märkte hinweg.
Südafrikanische Haushalte trafen im Jahr 2025 rund 3,9 Milliarden Markenentscheidungen, was die Größe und Wettbewerbsintensität des FMCG-Marktes des Landes widerspiegelt.
Die Rückkehr zum Ausgabenwachstum schlägt sich jedoch nicht bei allen Marken in Zuwächsen nieder. Unter den Top 100 konnten 49 % ihre „Consumer Reach Points“ im Vergleich zum Vorjahr steigern, während bei 51 % ein Rückgang zu verzeichnen war. Wertmäßig sieht das Bild positiver aus: 62 % der Top-100-Marken verzeichneten ein Wachstum.
„Dies ist eine wichtige Wende für den südafrikanischen FMCG-Markt. Die Ausgaben verzeichnen wieder ein Wachstum, doch die Vorteile verteilen sich nicht gleichmäßig auf alle Marken. Die Verbraucher sind nach wie vor sehr wählerisch, wofür sie ihr Geld ausgeben, und die anhaltende Stärke lokaler und regionaler Marken zeigt, wie wichtig Relevanz nach wie vor ist“, sagte Nick Barrett, Country Manager von Worldpanel by Numerator South Africa.
Größe ist kein Garant für Wachstum
Die beliebtesten Marken Südafrikas verfügen bereits über eine beträchtliche Reichweite in den Haushalten. 78 Prozent der Top 100 werden als große oder Supermarken eingestuft, erreichen mehr als 30 Prozent der Haushalte und machen zusammen 94 Prozent der gesamten Verbraucherreichweite der Top 100 aus.
Dennoch gibt es noch erhebliches Wachstumspotenzial. Fast die Hälfte (46 %) der Top-100-Marken erreicht nach wie vor weniger als 50 % der südafrikanischen Haushalte, was zeigt, dass selbst etablierte Marken die Chance haben, neue Käufer zu gewinnen.
Die Analyse zeigt zudem, dass es je nach Markengröße unterschiedliche Wege zum Wachstum gibt. Für größere Marken, die bereits eine hohe Haushaltsdurchdringung aufweisen, gewinnt die Steigerung der Kaufhäufigkeit zunehmend an Bedeutung. Für mittlere und kleinere Marken bleibt der Ausbau der Haushaltsreichweite ein entscheidender Wachstumshebel.
Von den Marken, die ihre Consumer Reach Points im Jahr 2025 um mehr als 2,5 % gesteigert haben, erzielten fast acht von zehn dieses Wachstum durch eine Kombination aus höherer Marktdurchdringung und höherer Kaufhäufigkeit.
Die beliebtesten FMCG-Marken in Südafrika
Coca-Cola ist nach wie vor die beliebteste FMCG-Marke in Südafrika und erzielt 180 Millionen Verbraucherreichweitenpunkte, gefolgt von Sunlight (138,4 Millionen), Albany (128,3 Millionen), SASKO (127,7 Millionen) und Clover (125,1 Millionen).

Albany kletterte um zwei Plätze nach oben und wurde damit zur drittbeliebtesten FMCG-Marke des Landes, während SASKO und Clover jeweils einen Platz nach unten rutschten.
„Die Marken, die erfolgreich sind, verlassen sich nicht allein auf ihre Größe. Nachhaltiges Wachstum entsteht dadurch, dass man relevant genug bleibt, um mehr Haushalte anzusprechen, und gleichzeitig bestehenden Käufern mehr Gründe liefert, sich erneut für die Marke zu entscheiden. Das Verständnis für das Gleichgewicht zwischen Reichweite und Frequenz ist daher entscheidend, um zu erkennen, woher die nächste Wachstumschance kommen wird“, fügte Barrett hinzu.
Wenn Sie die vollständige Rangliste einsehen und erfahren möchten, welche Marken in den Kategorie-Ranglisten führend sind, wenden Sie sich bitte an unsere Experten vor Ort.
Nick Barrett
, Landesleiter Südafrika
, Worldpanel by Numerator

