In der ersten Woche nach dem Ausbruch der Spannungen stiegen die wöchentlichen Ausgaben für Konsumgüter des täglichen Bedarfs um bis zu 29 %, was in erster Linie auf größere Einkaufskörbe und weniger auf häufigere Einkaufsgänge zurückzuführen war. Erste Erkenntnisse deuten zudem darauf hin, dass diese Entwicklung eine besonnene und pragmatische Reaktion widerspiegelt. Anstatt in großem Umfang Vorräte anzulegen, scheinen sich die Haushalte auf das Nötigste zu konzentrieren: Die gestiegenen Ausgaben stehen im Zusammenhang mit mehr Mahlzeiten zu Hause, einer stärkeren Fokussierung auf Preis-Leistungs-Verhältnis und Erschwinglichkeit sowie einer Präferenz für Produkte mit längerer Haltbarkeit.
Kategorien wie Grundnahrungsmittel, verpackte Lebensmittel und Convenience-Produkte – insbesondere salzige Snacks, Speiseöl, Nudeln, Joghurt, Mehl, H-Milch, Wasser in Flaschen, Kekse, Soßen und Thunfischkonserven – verzeichneten eine steigende Marktdurchdringung bei anhaltender Nachfrage sowohl im Online- als auch im Offline-Handel. Auch im Einzelhandel zeichnen sich erste Anzeichen für einen Wandel ab: Discounter verzeichnen das stärkste Wachstum, da die Verbraucher nach preisgünstigen Angeboten suchen.
Moderate Veränderungen, kein extremes Verhalten
Zwar stiegen die Ausgaben in der Anfangsphase an, doch lassen die Daten kein groß angelegtes oder anhaltendes Hamsterverhalten erkennen. Im Vergleich zu früheren Krisenzeiten, einschließlich der COVID-19-Pandemie, erscheinen die aktuellen Veränderungen moderater und kontrollierter.
Auch die Kaufmuster im Ramadan weisen in diesem Jahr gewisse Abweichungen auf, wobei die Kaufspitzen weniger regelmäßig auftreten und es Anzeichen dafür gibt, dass externe Faktoren den Zeitpunkt der Einkaufsaktivitäten beeinflusst haben könnten.
„Was wir derzeit beobachten, ist eher eine besonnene Anpassung als eine von Panik getriebene Reaktion. Die Haushalte konzentrieren sich auf das Wesentliche, passen ihre Gewohnheiten an und achten dabei weiterhin auf ihre Ausgaben“, sagte Alan Roy, General Manager für den Nahen Osten bei Worldpanel by Numerator.
Was in den kommenden Wochen zu beobachten ist
Da sich die Lage weiter entwickelt, könnten sich einige Trends weiter verstärken:
- Weiterhin Fokus auf den Konsum zu Hause
- Größere, besser geplante Einkaufstouren
- Gesteigerte Preis- und Wertsensibilität
- Anhaltende Nachfrage nach Convenience-Produkten und Produkten mit langer Haltbarkeit
Verschiedene Käufergruppen könnten zudem unterschiedlich reagieren, was sich in den kommenden Wochen auf die Nachfragemuster in den verschiedenen Kategorien auswirken könnte.
Wenn Sie Unterstützung beim Verständnis dieser Verhaltensänderungen benötigen, weitere Erläuterungen wünschen oder auf eine ausführlichere Präsentation zugreifen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns.
Alan Roy
Geschäftsführer Naher Osten
Worldpanel by Numerator

