Die jüngsten globalen und politischen Unruhen haben die Herausforderungen für die Filipinos verschärft und den Druck auf die Einschätzung der Haushalte hinsichtlich ihrer sozioökonomischen und finanziellen Aussichten für die nächsten 12 Monate erhöht. Dies geht aus Daten unseres Berichts „Shopperscope 2026“ hervor, in dem die Stimmung und das Verhalten philippinischer Verbraucher sowie die Auswirkungen auf ihr tägliches Leben untersucht wurden.
Wir haben philippinische Haushalte von Januar 2026 bis März 2026 – also vor Ausbruch des Nahostkonflikts – sowie im April 2026 – also zu Beginn des Nahostkonflikts – befragt, um das Kaufverhalten zu analysieren und ein klareres Bild davon zu vermitteln, wie die Philippiner ihre finanzielle Situation in diesem Zeitraum einschätzen.
Der „Shopperscope 2026“-Bericht zeigt, dass die Filipinos davon ausgehen, dass sich sowohl ihre finanzielle als auch ihre sozioökonomische Lage in den nächsten 12 Monaten „verschlechtern wird“. Darüber hinaus stellt der Bericht fest, dass sich angesichts dieser Aussichten immer mehr Filipinos mit den Aussagen „gerade so über die Runden kommen“ und „die Ausgaben für ihre Familien nicht decken können“ identifizieren.
Unsere Daten zeigen, dass die Filipinos nach Anzeichen einer Verbesserung im Jahr 2025 wieder in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auch wenn die direkten Auswirkungen unterschiedlich ausfallen mögen, spüren die philippinischen Haushalte einen zunehmenden Druck durch die anhaltenden globalen Herausforderungen.
Unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten, unterschiedliche Wendepunkte
Shopperscope 2026 unterteilt philippinische Haushalte anhand ihrer Einkaufsrealität in drei verschiedene Gruppen: Zu den „Comfortable“ gehören diejenigen, die über ausreichende Mittel verfügen, um sich die meisten Dinge leisten zu können; die „Managing“ sind in der Lage, ihre Finanzen ausgeglichen zu halten; und die „Struggling“ haben fast immer zu wenig Geld.
Obana erklärt, dass nicht jeder Haushalt in diesen schwierigen Zeiten über denselben Spielraum für Anpassungen verfügt.
Wenn der Druck zunimmt, können verschiedene Haushalte an ihre Belastungsgrenze stoßen. Filipinos, die ohnehin schon zu kämpfen haben, könnten in eine noch tiefere finanzielle Schieflage geraten. Diejenigen, die bisher gerade so über die Runden kommen, könnten irgendwann nicht mehr mithalten. Und diejenigen, die es gewohnt sind, mit einem finanziellen Puffer zu leben, könnten sehen, wie ihr Überschuss schrumpft.
Mehr Nutzen aus den Vertriebskanälen
Aktuelle Störungen und ein angespannter Markt haben dazu geführt, dass die lokale FMCG-Branche von März 2026 bis Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Nullwachstum verzeichnete. Um Geld zu sparen und das Beste aus ihrem Geld herauszuholen, suchen philippinische Verbraucher nach günstigeren Produkten, halten Ausschau nach Sonderangeboten und Rabatten und kaufen kleinere Einkaufsmengen.
Wir haben außerdem festgestellt, dass Filipinos in bestimmten Kategorien je nach Vertriebskanal unterschiedlich viel ausgeben. Tiefgefrorenes Fleisch und nicht-süße Snacks werden am häufigsten in Discountern gekauft, während Babywindeln bei den Online-Einkäufen an erster Stelle stehen. Auch bei Snacks wie Eiscreme und Brot verzeichnen die Convenience-Stores im ganzen Land ein zweistelliges Umsatzwachstum.
Einzelhändler können sich nicht mehr auf alte Gewohnheiten verlassen, um Kunden anzulocken. Es ist wichtig zu verstehen, wie und warum Filipinos entscheiden, wo sie ihre Grundbedarfsartikel kaufen. Zwar spielt die Nähe eine entscheidende Rolle, doch legen die Kunden in diesen schwierigen Zeiten auch großen Wert auf ein umfassendes Sortiment sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Laurice Obana
Leiterin des Bereichs „Shopper Insights“ bei Worldpanel by Numerator.

