Die Herausforderung des Massenkonsums in Spanien: Überdenken, wie man wachsen kann

Der Konsumgütermarkt wird volumenmäßig stabil bleiben und wertmäßig um etwa 3 % wachsen.

Nach den Ereignissen des Jahres 2025 und den Prognosen für 2026 herrscht Stabilität auf dem Massenkonsummarkt. Ein Rückblick zeigt uns ein leichtes Volumenwachstum im letzten Jahr, das sich in diesem Jahr wiederholen wird, aber voraussichtlich größtenteils auf den Konsum außerhalb des Haushalts entfallen wird. Laut Worldpanel by Numerator wird die Inflation die Märkte wachsen lassen, während sich die Verbraucher mit der neuen Preissituation arrangieren.

Für den Sektor ist die aktuelle Lage durch einen Anstieg der Einwanderung gekennzeichnet, der zudem dazu beiträgt, den Rückgang der jungen Bevölkerung auszugleichen. Gleichzeitig sind die makroökonomischen Zahlen positiv und die Inflation hält sich in Grenzen, aber die Verbraucher sind nach wie vor von den Preissteigerungen der jüngsten Vergangenheit überwältigt, was sich auf ihr Vertrauen und ihre geringere Bereitschaft zu Ausgaben für Schönheit, Mode oder Hotellerie und Gastronomie auswirkt.

Diese Preissensibilität, verbunden mit dem Wachstum des Kanals mit geringem Sortiment und den Vertriebsstrategien, sorgt für ein anhaltendes Wachstum der Handelsmarken (MD), die bereits einen Marktanteil von 44,3 % erreichen, 1,1 Punkte mehr als im Vorjahr. Eine weitere Auswirkung ist, dass die Verbraucher ihre Einkaufskörbe verkleinern, um weniger auszugeben, und daher häufiger in die Geschäfte gehen, um ihren Bedarf zu decken.

Hebel zum Betätigen

Wenn man die Wachstumshebel analysiert, sieht man bei Worldpanel by Numerator, dass die Einführung rein neuer Produkte weiterhin zweistellig zurückgeht und dass das Sortiment der Herstellermarken seit 2018 um 34 % zurückgegangen ist, während die Handelsmarken genau das Gegenteil getan haben und um 13 % gewachsen sind. Der Anstieg der Investitionen in Werbung oder Verkaufsförderung gleicht die Verluste der letzten Jahre bei weitem nicht aus.

Daher ist es an der Zeit, die kurzfristigen Ziele beizubehalten, sich aber auch auf das langfristige Szenario vorzubereiten. Dazu muss alles überdacht werden, von der Kostenstruktur bis hin zu Überlegungen, wo und warum investiert wird, oder aber die Partnerschaften neu ausgerichtet, die Präsenz und der Kontakt zum Verbraucher außerhalb der Supermärkte und des Haushalts gestärkt oder die Marktdynamik „neu verstanden” werden müssen.

Letztendlich wird es wichtiger denn je sein, den Verbraucher wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

César Valencoso, Direktor für Verbraucherforschung | Worldpanel by Numerator

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