Das Alter und das Einkommensniveau der Verbraucher haben einen großen Einfluss auf das Kaufverhalten und die Konsumtrends.

Der saudische FMCG-Markt wird durch die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit inmitten großer globaler Herausforderungen sowie durch erhebliche Veränderungen im Verbraucherverhalten geprägt. Im Inland wird der wirtschaftliche Schwerpunkt strategisch von der Abhängigkeit von der Ölförderung auf vielfältigere Nicht-Öl-Sektoren, darunter auch den FMCG-Sektor, verlagert, was zur Ankurbelung des Wachstums beiträgt.

Unterdessen setzen saudische Verbraucher neue Prioritäten bei ihren Einkaufsausgaben und passen ihre Einkaufsgewohnheiten an. Die Kategorien Lebensmittel und Milchprodukte dominieren die FMCG-Ausgaben und tragen mit 41,4 % bzw. 28,7 % zum Gesamtwert des Sektors bei. Sie profitieren zudem von einer hohen Kaufhäufigkeit – Käufer erwerben Lebensmittel und Milchprodukte durchschnittlich 15,1 Mal pro Monat – sowie von einer starken Online-Nutzung: 31,7 % der saudischen Verbraucher haben diese Produktkategorien in den letzten 12 Monaten online gekauft.

Beim Kauf von Lebensmitteln und Milchprodukten bevorzugen Verbraucher den modernen Handel, der mit 71 % einen erheblichen Absatzanteil hält. Marken und Einzelhändler sollten diese Präferenz nutzen, indem sie das Einkaufserlebnis im Laden und die Werbeaktionen verbessern.

Der moderne Handel und das Internet verändern die Einkaufsgewohnheiten der Saudis

Derzeit entfallen 53,1 % der Ausgaben für Konsumgüter des täglichen Bedarfs auf den modernen Handel und Online-Plattformen, wobei die Verbraucher in den letzten 12 Monaten durchschnittlich 4,7 dieser Kanäle genutzt haben. Was die Marktdurchdringung angeht, erreicht der moderne Handel mittlerweile fast 100 % der Bevölkerung.

Führende Einzelhandelsriesen wie Panda, Othaim und Carrefour beherrschen die Kunst der Kundenbindung durch strategische Standortwahl und Marketingmaßnahmen. Panda und Othaim sind mit Marktanteilen von 72 % bzw. 65 % führend bei der Marktdurchdringung, während Carrefour bei den Ausgaben pro Einkauf und der Warenkorbgröße hervorsticht – was vor allem auf den Kauf von Milchprodukten und Haushaltspflegeprodukten zurückzuführen ist.

Discounter, die mittlerweile einen Marktanteil von 73,8 % erreichen und 5,6 % der Gesamtausgaben für Konsumgüter des täglichen Bedarfs auf sich vereinen, treiben vor allem den Bereich Haushaltspflege mit gezielten Strategien voran. Einzelhändler in diesem Segment sollten ihr Augenmerk auf asiatische Auswanderer richten und auf deren Wunsch nach preisgünstigen Angeboten eingehen.

Marken und Einzelhändler müssen ihre Marketing- und Ladenstrategien so anpassen, dass sie mit den Aktivitäten der Verbraucher über verschiedene Kanäle hinweg im Einklang stehen. Dabei sollten sie ihre Präsenz in beliebten Geschäften verstärken, um den Absatz anzukurbeln, und häufig besuchte Verkaufsstellen gezielt ansprechen, um ihre Marktreichweite zu vergrößern.

Ein vielfältiges sozioökonomisches Umfeld

Marken müssen verstehen, wie sich die Altersgruppe und das Einkommensniveau der Menschen auf ihre Kaufgewohnheiten bei Konsumgütern des täglichen Bedarfs auswirken, und Produktstrategien entwickeln, die diesen Trends Rechnung tragen. Während beispielsweise Saudis aus den höheren sozioökonomischen Schichten ihren Konsum leicht zurückgefahren haben, stellt die Mittelschicht einen potenziellen Sweet Spot für Absatzwachstum dar.

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Es gibt zudem einen Unterschied zwischen den Ausgabeverhalten von Verbrauchern unter 30 und denen der über 40-Jährigen, was die Notwendigkeit maßgeschneiderter Marketingstrategien unterstreicht. Jüngere Käufer sind bereit, mehr für hochwertige FMCG-Produkte zu bezahlen, während die Gruppe der über 40-Jährigen aufgrund größerer Familien mehr als ihren fairen Anteil ausgibt – sie trägt 43 % zum Gesamtwert der FMCG bei, macht aber nur 40 % der Bevölkerung aus. Das stetig steigende Absatzvolumen bei den unter 30-Jährigen deutet auf ein stark wachsendes Produktinteresse hin, während die über 40-Jährigen Zurückhaltung zeigen. Dies weist auf das Potenzial jugendorientierter Marketingstrategien hin.

Marken und Einzelhändler sollten demografische Unterschiede analysieren, um ihre Strategien zur Kundenbindung, ihre Marketingmaßnahmen und die Effizienz ihrer Werbeaktionen zu optimieren und sicherzustellen, dass die Markenpräsenz für jedes Verbrauchersegment optimal gestaltet ist. Dazu könnte es gehören, jüngere Käufer mit hochwertigen Sortimenten anzusprechen und die Zielgruppe der über 40-Jährigen mit Produkten zu bedienen, die auf die Bedürfnisse größerer Familien zugeschnitten sind.

Mit dem Ausbau des Nicht-Öl-Sektors werden sich in verschiedenen FMCG-Segmenten in Saudi-Arabien weitere Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten ergeben. Strategien wie die Verbesserung des Einkaufserlebnisses im Laden, die gezielte Platzierung von Haushaltspflegeprodukten in Discountern und die Feinabstimmung der Marketingmaßnahmen auf der Grundlage demografischer Erkenntnisse werden Marken und Einzelhändlern helfen, in diesem sich rasch wandelnden Markt die Nase vorn zu behalten.

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