Der Konsum der peruanischen Haushalte begann das Jahr 2026 mit positiven Anzeichen, und zwar trotz einer von Inflation, Preisdruck und einem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägten Lage.
Die Ergebnisse der Studie „Consumer Insights Q1 2026“ von Worldpanel by Numerator zeigen, dass der Konsumgütermarkt weiterhin auf Wachstumskurs ist, angetrieben durch eine Kombination aus höherer Kaufkraft, neuen Ausgabenschwerpunkten und Verbrauchern, die ihre Kaufentscheidungen zunehmend strategisch treffen.
Im ersten Quartal des Jahres:
- Der Massenkonsum stieg wertmäßig um 3,7 %
- Das Volumen stieg um 1,7 %
- Der durchschnittliche Kaufbetrag blieb bei 23,5 S/ pro Kauf stabil
Hinter diesen Kennzahlen verbirgt sich jedoch ein tiefgreifender Wandel: Der peruanische Verbraucher gestaltet sein Konsumverhalten neu.
Warum steigt der Konsum in Peru weiterhin an?
Die positive Entwicklung des Konsums hängt mit einer Verbesserung einiger wichtiger Wirtschaftsindikatoren zusammen.
Im Berichtszeitraum:
- Die städtische Wohnfläche wuchs um 1,8 %
- Der reale Lohn in den Städten stieg um 4,1 %
- Das BIP entwickelte sich weiterhin positiv
Diese Faktoren haben es den Haushalten ermöglicht, den Preisanstieg besser zu bewältigen.
Dennoch spielt die Inflation weiterhin eine wichtige Rolle.
Angesichts einer Schwankung von 3,7 %, die durch energie- und klimabedingte Faktoren wie das El-Niño-Phänomen verursacht wird, suchen die Verbraucher weiterhin nach Möglichkeiten, ihr Budget zu schonen.
Der peruanische Verbraucher kauft zunehmend zielgerichteter ein
Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie ist die zunehmende Verbreitung eines besser geplanten und informierten Verbrauchers.
Heute im Einkaufsführer:
- Informiere dich vor dem Kauf
- Alternativen vergleichen
- Wähle die Kanäle sorgfältig aus
- Zielt darauf ab, den Wert jedes Einkaufs zu maximieren
Der peruanische Verbraucher möchte nicht mehr nur Geld sparen. Er möchte sein Geld sinnvoller ausgeben.
Diese Veränderung erklärt, warum der durchschnittliche Kaufbetrag stabil bleibt, während die Kaufhäufigkeit zurückgeht.
Während des Trimesters:
- Die Frequenz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum viermal.
- Die Haushalte kauften effizienter und gezielter ein
Wie verteilen sich die Ausgaben der Haushalte?
Die Ausgabenstruktur konzentriert sich weiterhin auf wesentliche Kategorien.
Anteil pro Warenkorb:
- Lebensmittel: 41,7 %
- Getränke: 14,2 %
- Milchprodukte: 12,7 %
- Körperpflege: 12,3 %
- Haushaltspflege: 11,4 %
Das Wachstum ist jedoch nicht ausschließlich auf die Grundbedürfnisse zurückzuführen.
Bereiche, die mit Wohlbefinden und persönlicher Zufriedenheit zusammenhängen, gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Soziale Momente und Selbstfürsorge fördern das Wachstum
Worldpanel by Numerator unterteilt den Konsum in vier große Bereiche:
Das Wichtigste
Grundlegende Produkte für Küche, Bad und Reinigung.
- Sie machen 50 % der Ausgaben aus
- Sie wachsen nur um 1 %
Genussvolle Momente
Soziale Momente rund um Snacks, Süßigkeiten und Getränke.
- Sie machen 24 % der Ausgaben aus
- Sie steigen um 8 %
Selbstfürsorge & Wellness
Produkte aus den Bereichen Gesundheit, Wellness, Schönheit und Spezialnahrung.
- Sie machen 23 % der Ausgaben aus
- Sie steigen um 7 %
Haustiere
Haustierprodukte.
- Sie machen 3 % der Ausgaben aus
Die Daten zeigen einen deutlichen Trend:
Das Konsumwachstum wird von Produktkategorien vorangetrieben, die mit körperlichem, emotionalem und sozialem Wohlbefinden in Verbindung stehen.
Der Trend zur Premiumisierung erstreckt sich auf alle sozioökonomischen Schichten
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Studie ist, dass das Streben nach höherem Wert nicht mehr auf die höchsten Einkommensschichten beschränkt ist.
Selbst in den sozioökonomischen Schichten D und E liegt die Transaktionsrate bei Premium-Marken über der von Massenmarken.
Dies deutet darauf hin, dass Verbraucher bereit sind, mehr zu bezahlen, wenn sie klare Vorteile in folgenden Bereichen erkennen:
- Prost
- Sabor
- Qualität
- Status
- Kundenerfahrung
Der Schlüssel liegt darin, relevante Wertversprechen und Formate anzubieten, die dem Budget jedes Haushalts entsprechen.
Kleine Formate gewinnen an Bedeutung
Der Preisdruck verändert das Kaufverhalten der Haushalte.
Die derzeit bevorzugten Formate sind:
- Kleine Unternehmen: 37 % der Ausgaben
- Granel: 23 %
- Mittlere Werte: 21 %
- Große: 20 %
Diese Entscheidung ist durch das Bedürfnis nach finanzieller Flexibilität bedingt.
Die Verbraucher suchen:
- Geringere Anfangsinvestitionen
- Bürgermeister: Ausgabenkontrolle
- Möglichkeit zur Diversifizierung der Einkäufe
Die Haushaltsgröße beeinflusst das Kaufverhalten
Das Verhalten hängt auch von der Familienzusammensetzung ab.
Die Haushalte von:
- 1 bis 2 Mitarbeiter legen den Schwerpunkt auf Schüttgut und kleine Verpackungsgrößen
- Gruppen mit drei oder mehr Mitgliedern entscheiden sich für mittelgroße Formate, um Vielfalt und Effizienz zu maximieren.
Dies bestätigt, dass die Verpackungsstrategie immer mehr an Bedeutung gewinnt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.
Der Omnichannel-Trend nimmt weiter zu
Auch der peruanische Verbraucher nutzt zunehmend weitere Einkaufskanäle.
Im ersten Quartal:
- Die durchschnittliche Anzahl der besuchten Kanäle lag bei 9,6
- Ein Kanal mehr als im vorangegangenen Quartal
Zu den wichtigsten Bewegungen zählen:
Moderner Kanal
Angetrieben von den Discountern.
- Die Marktdurchdringung steigt von 58 % auf 68 %
- Wachstum um 10 Prozentpunkte
Traditioneller Kanal
Das bleibt weiterhin entscheidend:
- Weinkellereien: 37 % der Ausgaben
- Einkaufen: 29 % der Ausgaben
Beide behalten ihre Bedeutung dank Kategorien wie:
- Lebensmittel
- Getränke
- Milchprodukte
- Schönheit
- Körperpflege
Was bedeutet das für Marken und Einzelhändler?
Der peruanische Verbraucher definiert den Begriff „Wert“ neu.
Wachstumschancen bieten sich für jene Marken, denen es gelingt:
- Konkrete Vorteile bieten
- Emotionale Befriedigung erzeugen
- Formate an die tatsächliche Größe der Haushalte anpassen
- Entwicklung relevanter Vorschläge für verschiedene Konsumgelegenheiten
- Entwicklung konsistenter Omnichannel-Strategien
In einem Markt, in dem fast ein Drittel der Produktkategorien die Preise stärker als die Inflationsrate erhöht, wird es immer wichtiger, sich von der Konkurrenz abzuheben.
Wichtige Erkenntnis
Das Konsumwachstum in Peru hängt nicht mehr ausschließlich von der Deckung der Grundbedürfnisse ab. Die Haushalte legen den Schwerpunkt auf Wohlbefinden, geselliges Beisammensein und Produkte, die einen wahrgenommenen Mehrwert bieten – selbst vor dem Hintergrund des Inflationsdrucks.
Häufig gestellte Fragen
Wie entwickelt sich der Konsum in Peru im Jahr 2026?
Der Konsum im Massenmarkt stieg im ersten Quartal des Jahres wertmäßig um 3,7 % und mengenmäßig um 1,7 %.
Welche Kategorien treiben das Wachstum voran?
Vor allem jene, die mit gesellschaftlichen Anlässen, Wohlbefinden, Gesundheit, Schönheit und Selbstfürsorge in Verbindung stehen.
Kaufen Verbraucher weiterhin Premium-Marken?
Ja. Selbst die sozioökonomischen Schichten D und E zeigen eine hohe Bereitschaft, Premium-Marken zu kaufen, wenn sie darin einen höheren Nutzen sehen.
Welche Verpackungsgrößen bevorzugen peruanische Haushalte?
Auf kleine Verpackungsgrößenentfallen 37 % der Gesamtausgaben, gefolgt von Großpackungen.
Wie verändert sich das Kaufverhalten der peruanischen Verbraucher?
Sie kaufen heute gezielter, sind besser informiert und nutzen verschiedene Kanäle, wobei sie Wert, Funktionalität und relevante Erlebnisse in den Vordergrund stellen.

