Angesichts des Inflationsdrucks, der Wetterereignisse und der sozialen Proteste konnte der Massenkonsum in peruanischen Haushalten volumenmäßig nicht zulegen.
In einem Jahr, das von Preissteigerungen, Wetterereignissen und sozialen Protesten geprägt war, verzeichnete die nationale Wirtschaft kein Wachstum. Der Massenkonsum ging mengenmäßig um 0,2 % zurück, während die Ausgaben der privaten Haushalte im Vergleich zum Jahr 2022 um 7,5 % stiegen.
Zwar hat sich der Massenkonsum verlangsamt, doch gibt es Bevölkerungsgruppen, die sich positiv hervorgetan haben. Die sozioökonomische Gruppe C und Haushalte mit weniger Mitgliedern sind es, die den Konsum stützen, angetrieben durch häufigere Besuche in den Verkaufsstellen und höhere Ausgaben. Dabei ist anzumerken, dass 37,7 % der peruanischen Haushalte der mittleren sozioökonomischen Gruppe angehören und 30 % kleine Familien sind.
Was hingegen das Kaufverhalten nach Herkunftsregion betrifft, so zeigten Lima und die Region Süd die größte Dynamik bei der Kaufhäufigkeit mit einem jährlichen Wachstum von 2,1 % bzw. 9,3 %. Die Regionen, in denen sich negative Auswirkungen auf das Absatzvolumen zeigten, waren der Norden, das Zentrum und der Osten; dennoch ist auch hier aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen eine Zunahme der Kaufhäufigkeit zu verzeichnen.
In diesem allgemeinen Trend zu steigenden Preisen wiesen folgende Warengruppen die stärkste Zunahme auf: Getränke mit 8,3 %, Kosmetik mit 5,0 %, Körperpflege mit 4,3 % und Haushaltspflege mit 3,4 %.
Das Kaufverhalten der peruanischen Verbraucher entschlüsseln
In einem sich ständig wandelnden Umfeld ist es wichtig zu verstehen, wie Menschen einkaufen und konsumieren. So entfallen rund 90 % des Einkaufsvolumens peruanischer Haushalte auf Grundnahrungsmittel, und etwa 7 von 10 Haushalten tätigen mindestens einmal im Monat Einkäufe. Interessant ist auch, dass 4,2 % des Einkaufsvolumens auf nicht lebensnotwendige Güter entfallen, deren Volumen um 2,2 % gestiegen ist, was auf einen höheren Konsum im Haushalt zurückzuführen ist.
In diesem Zusammenhang gewinnen angesichts des Inflationsdrucks preisgünstige Marken bei den Ausgaben der Käufer aller sozialen Schichten zunehmend an Bedeutung. Mainstream-Marken machten 66 % aus, während preisgünstige Marken 10 % des Gesamtvolumens ausmachten (etwa 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr); Premium-Marken entfallen auf 20 % der jährlichen Gesamtausgaben, während Eigenmarken 4 % ausmachen.
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