Daten von Worldpanel by Numerator weisen auf einen Ersatz durch andere Genussmittel wie Kondensmilch und industriell hergestellte Kuchen hin.

In der Woche des Welt-Schokoladentags (7. Juli) geben die Daten der Branche in Brasilien Anlass zur Sorge. Laut einer Umfrage von Worldpanel by Numerator sank der Verbrauch von Schokolade in Privathaushalten im ersten Quartal 2025 um 19 % – eine direkte Folge der globalen Kakaokrise, die die Rohstoffpreise auf ein historisches Niveau steigen ließ.  Steigende Schokoladenpreise und verändertes Kaufverhalten in Brasilien In diesem Zeitraum stieg der Durchschnittspreis pro Kilogramm um 17 % und belastete damit das Budget der Verbraucher. Dennoch fiel der Rückgang bei den Stückzahlen mit 10 % geringer aus, was auf eine Veränderung im Kaufverhalten hindeutet: Die Brasilianer kaufen kleinere Verpackungen, die weniger stark ins Gewicht fallen. Produkte mit bis zu 60 g verzeichneten ein Wachstum von 2 %, während größere Packungsgrößen um 4,8 % zurückgingen. Der Durchschnittspreis pro Einheit stieg nur um 3 %, was diese Strategie der Kostenkontrolle begünstigte. Zu den am stärksten betroffenen Segmenten zählen Tafeln und Pralinen, während Formate wie Waffeln, Schokoriegel und Schokoladeneier eine größere Widerstandsfähigkeit zeigten und in diesem Zeitraum stabil blieben.  

Wer konsumiert weniger Schokolade?

Der Rückgang des Konsums betrifft alle sozioökonomischen Schichten, insbesondere Verbraucher über 40 Jahre ohne Kinder im Haushalt. Diese Gruppe, die traditionell den regelmäßigen Konsum von Schokolade stützt, verfolgt nun Strategien, die auf Mäßigung und kleinere Portionen setzen. Zu Hause wird Schokolade zunehmend durch andere Süßwaren ersetzt, wie Kondensmilch, Sahne, Fertigkuchen und Milchpulver. Diese Produkte sind vielseitiger in der Zubereitung von Rezepten und oft für den Verbraucher erschwinglicher.  

Fora de Casa: Substitutionen und Rückgang des Schokoladenkonsums

Der Konsum außerhalb des Haushalts ging im ersten Quartal 2025 ebenfalls um 15 % zurück. Schokolade wird zunehmend durch andere Genussmittel wie Eiscreme, Fertigkuchen, Erfrischungsgetränke und Energy-Drinks ersetzt. Die Klassen D und E sowie die Millennials führen diesen Rückgang an, während die Klassen A, B und C weiterhin einen Teil der Nachfrage stützen.  

Chancen und Strategien für den Schokoladenmarkt

Die Kombination aus Preisanstieg und veränderten Gewohnheiten erfordert, dass die Branche nach neuen Wegen sucht, um mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten. Dies kann durch neue Formate, kleinere Portionen, günstigere Angebote oder Strategien zur Steigerung des wahrgenommenen Werts des Produkts geschehen. Angesichts all dieser Veränderungen auf dem Schokoladenmarkt ist es von entscheidender Bedeutung, Zugang zu den wichtigsten Daten der Branche zu haben, um fundiertere Entscheidungen treffen zu können. Sprechen Sie mit unseren Experten und bleiben Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden. Nutzen Sie die Chancen, die dieses neue Szenario für Ihr Unternehmen bieten kann.

Lesen Sie weiter