Schneller vorankommen mit Fertiggerichten

Der Preis ist der wichtigste Grund, Fertiggerichte im Supermarkt zu kaufen, gefolgt von der Schnelligkeit.

Zeit ist Gold wert – mehr denn je. Immer mehr Haushalte haben das Gefühl, keine Freizeit mehr zu haben. Die Folge? Wir verbringen immer weniger Zeit mit Kochen, setzen auf Ein-Gang-Gerichte und essen in aller Eile. In einem Umfeld, in dem es vor allem auf Bequemlichkeit ankommt, hat sich der ideale Nährboden für die Entwicklung von Fertiggerichten gebildet.

Was Fertiggerichte angeht, hat sich deren Entwicklung insbesondere seit 2022 beschleunigt: Im Jahr 2025 wird im Vergleich zu diesem Jahr ein Wachstum von 55 % zu verzeichnen sein, wobei Mercadona ein Drittel dieses Wachstums ausmacht.

Hier spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle, denn der Hauptgrund, warum sich ein Verbraucher dafür entscheidet, Fertiggerichte in einem Supermarkt oder Geschäft statt in einem Gastronomiebetrieb zu kaufen, ist der Preis, der für 28,4 % ausschlaggebend ist, gefolgt von der Schnelligkeit (13,4 %), die Gelegenheit zu nutzen, um andere benötigte Dinge einzukaufen (10,4 %) sowie die Möglichkeit, das Produkt zu essen, wann und wo man möchte (10,1 %).

Es ist entscheidend, sich darüber im Klaren zu sein, wo man im Wettbewerb steht und gegen wen man antritt. Einerseits wachsen der Markt für Fertiggerichte – und für Fertigmenüs – auf Kosten der zu 100 % selbst zubereiteten Mahlzeiten, und zwar in einem Umfeld, in dem wir immer weniger Zeit mit Kochen verbringen. Dies hat zudem Auswirkungen auf Produkte, die Teil einer Wertschöpfungskette sind, wie beispielsweise eine Tomatenmarke, deren Hauptkonkurrent nicht mehr das entsprechende Eigenmarkenprodukt ist, sondern das Fertiggericht, in dem sie als Zutat enthalten ist.

All dies erfordert eine umfassendere Betrachtung des Marktes, um diese Risiken, aber auch die Chancen, die mit den jeweiligen Konsumzeitpunkten zusammenhängen, zu erkennen. Diese ganzheitlichere Sichtweise auf den Markt bedeutet, dass die Marktanteile nicht isoliert, sondern gebündelt analysiert werden müssen, d. h. Einzelhandel (Supermärkte, Hypermärkte usw.), Restaurants, Take-away und Lieferdienste müssen gemeinsam betrachtet werden.

Joan Riera, Leiter des Kundenservicebüros, und Sara Rodríguez, Leiterin des Bereichs Strategisches Geschäft für FMCG bei Wordpanel by Numerator

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