Das Marktforschungsinstitut Worldpanel Consumer Index (ehemals Kantar Consumer Index) veröffentlicht seinen Jahresbericht 2023„Who cares? Who does?” veröffentlicht und gibt Aufschluss über die Einstellung und das Verhalten von FMCG-Konsumenten weltweit in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen. Die Studie umfasst 35 Länder und 112.000 Befragte weltweit und verbindet das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Konsumenten mit ihrem tatsächlichen Kaufverhalten bei FMCG-Produkten. Sie spiegelt ein globales Geschäftspotenzial von 500 Milliarden US-Dollar wider.
Trend 1: Nachhaltigkeit und Inflation koexistieren – „Umweltbewusste Aktivisten” steigen wieder auf 22 %
Worldpanel-Bericht „Who cares? Who does?” (Wen interessiert das? Wen betrifft das?) unterteilt die Befragten anhand ihres Interesses an Nachhaltigkeitsthemen in drei Gruppen: „Umweltbewusste Aktivisten” interessieren sich für Umweltthemen und ergreifen aktiv entsprechende Maßnahmen, „Umweltbewusste Konsumenten” interessieren sich für Umweltthemen, ergreifen jedoch aufgrund von Bequemlichkeit und Preisüberlegungen selten Maßnahmen, und „Umweltbewusste Passive” interessieren sich kaum für Umweltthemen und ergreifen keine entsprechenden Maßnahmen.
Eine Studie von Worldpanel aus dem Jahr 2023 zeigt, dass mit dem Nachlassen des Inflationsdrucks auf dem Weltmarktder Anteil der „Umweltbewussten“ wieder auf das Niveau von 2021 zurückkehren und von 18 % im letzten Jahr auf 22 % steigen wird. Bemerkenswert ist, dass 40 % der Befragten angaben, dass wirtschaftliche Belastungen ihre Bereitschaft zu nachhaltigem Kaufverhalten beeinflussen. „Die Preiswettbewerbsfähigkeit nachhaltiger Produkte“ und „der wahrgenommene Wert nachhaltiger Produkte“ werden angesichts der globalen Inflation und des instabilen wirtschaftlichen Umfelds für Hersteller entscheidend sein, um die Kaufbereitschaft der Verbraucher zu steigern.

Trend 2: Aktiverer Abbau von Plastikmüll – bis zu drei Viertel der Verbraucher bringen ihre eigenen Einkaufstaschen mit
Aus den Marktbeobachtungen und Datenveränderungen der letzten Jahre geht hervor, dass „leicht verständliche, leicht umsetzbare und alltagsbezogene Themen“ laut Worldpanel eher die Resonanz der Verbraucher wecken und sie eher zum Handeln motivieren.
Laut einer weltweiten Umfrage von Worldpanel sind die drei wichtigsten Themen für Verbraucher im Bereich Nachhaltigkeit „Klimawandel“, „Wasserknappheit“ und „Plastikmüll“. Immer mehr Verbraucher ergreifen konkrete Maßnahmen, um Nachhaltigkeit zu fördern. Die Worldpanel-Studie zeigt, dass weltweit 74 % der Verbraucher ihre eigenen Einkaufstaschen mitbringen und 62 % umweltfreundliche Becher verwenden, um durch ihr tägliches Handeln nachhaltigen Konsum zu praktizieren.

Trend 3: Nachhaltigkeit kann auch den Geldbeutel entlasten – Bürger kaufen Secondhand-Kleidung und reduzieren Lebensmittelabfälle
Während die Belastung für die Erde verringert wird, lassen sich auch Möglichkeiten finden, die Konsumbelastung zu reduzieren. Die Worldpanel-Studie zeigt, dass „steigende Preise“ überraschenderweise zu mehr nachhaltigem Verhalten führen. So kaufen beispielsweise preisbewusste Verbraucher auf dem Bekleidungsmarkt eher Secondhand-Kleidung.Darüber hinaus ist das Thema Lebensmittelverschwendung für 25 % der Befragten weltweit ein wichtiges Anliegen. Zu den Maßnahmen der Verbraucher zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen gehören die richtige Lagerung von Lebensmitteln (81 %), die Zubereitung von Mahlzeiten aus Resten (69 %) und die Vorausplanung von Speiseplänen, um den Kauf unnötiger Lebensmittel zu vermeiden (67 %).
Schlussbemerkung: Beseitigung von Kaufhindernissen und Wissensbarrieren für Verbraucher, kurzfristige Überwindung des Preisanstiegs und langfristiges Engagement für die „Wertsteigerung“.
Laut dem Bericht „Who cares? Who does?“ sind die größten Hindernisse für Verbraucher weltweit beim Kauf nachhaltiger Produkte „der Preis“, gefolgt von „Unwissenheit darüber, was umweltfreundliche Optionen sind“ und „schwierige Verfügbarkeit“.Pan Xingyu, stellvertretender Direktor der Abteilung für Geschäftsstrategien bei Worldpanel Consumer Index Expert Solutions, weist darauf hin: „In einem Umfeld von Inflation und wirtschaftlicher Instabilität besteht die größte Herausforderung für FMCG-Marken, die das Thema Nachhaltigkeit kommunizieren, darin, die Bedürfnisse verschiedener Verbrauchergruppen und die Verteilung der Ausgaben bei steigenden Preisen in Einklang zu bringen.Ausgangspunkt für die Kommunikation könnte die Bedeutung sein, die Verbraucher den finanziellen Kosten beimessen, sowie die Ressourceneinsparung. Langfristig muss man sich wieder auf die Bedürfnisse der Verbraucher nach Produkten oder Dienstleistungen konzentrieren. Neben der Festigung der Kernkompetenzen und der Vermittlung einer umweltfreundlichen Botschaft sollte auch darüber nachgedacht werden, wie man den Verbrauchern einen Mehrwert bieten kann, z. B. durch gesündere und hochwertigere Produkte. Eine angemessene Aufklärung und die Stärkung des Bewusstseins der Verbraucher für Nachhaltigkeitsthemen tragen dazu bei, das nachhaltige Image der Marke zu festigen.“
Weitere Informationen zum FMCG-Einzelhandelsmarkt erhalten Sie bei: Worldpanel Consumer Index, Geschäftsführerin Peggy Liu, peggy.liu@wp.numerator.com, 02-2570-0556#365.

