Eiscreme ist der Star unter den Snacks, deren Absatz fast überall in die Höhe schießt – selbst in den kältesten Monaten.
Die jüngsten Zahlen von Kantar zum globalen Markt für Snacks und alkoholfreie Getränke im Außer-Haus-Bereich (OOH) belegen eindeutig ein reales, organisches Ausgabenwachstum – angetrieben durch die Tatsache, dass die Verbraucher häufiger einkaufen gehen. Da sich der Stückpreis stabilisiert hat, hat sich der Einfluss der Inflation verringert, und der Preiseffekt ist nicht mehr der Haupttreiber für Umsatzsteigerungen. Die Menschen haben sowohl den Wunsch als auch die Möglichkeit, ihren OOH-Konsum zu steigern. Endlich lichtet sich der Horizont.
Der Gesamtmarkt für Snacks und alkoholfreie Getränke wächst sowohl im In-Home- als auch im Out-of-Home-Bereich (OOH) weiterhin stetig und verzeichnete im vierten Quartal 2023 einen wertmäßigen Zuwachs von insgesamt 11 %. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die OOH-Umsätze um 17 % und übertrafen damit den In-Home-Bereich (7 %); ein Trend, den wir in allen Märkten mit Ausnahme von Spanien, Portugal und Mexiko beobachten. Die deutlichsten Zuwächse verzeichneten Indien, Brasilien und das Vereinigte Königreich.

Weltweit haben die Verbraucher die Zahl ihrer Ausflüge außerhalb des Hauses um 16 % gesteigert, wodurch dieser Trend in fast allen Märkten zum wichtigsten Wachstumsmotor wurde – insbesondere in Brasilien, Frankreich und Indien. In Spanien und Thailand war jedoch kein Anstieg zu verzeichnen, da dort der Konsum von Snacks und Getränken außerhalb des Hauses bereits stark verbreitet war. Ein weiterer Grund für den ausbleibenden Anstieg der Häufigkeit in diesen Märkten ist, dass die Verbraucher Prioritäten setzen und ihr Geld für besondere Anlässe – wie beispielsweise einen Restaurantbesuch am Wochenende – sparen, anstatt täglich kleinere Ausflüge zu unternehmen. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, die routinemäßigen Besuche in Bars, Cafés und Impulskaufkanälen anzukurbeln, wenn sich die Branche vollständig erholen soll.

Der Marktanteil von OOH steigt weiter an
Der Anteil des Außer-Haus-Sektors an den Gesamtausgaben für Snacks und Getränke ist seit 2021 stetig gestiegen. Das vierte Quartal 2023 bildete da keine Ausnahme: Der Anteil stieg von 35 % auf 37 %. Lediglich Spanien und Portugal bilden eine Ausnahme von diesem Trend, da dort die Ausgaben für den Verzehr zu Hause höher sind.
Impulsgeschäfte, Bäckereien und der stationäre Handel waren im vierten Quartal die erfolgreichsten OOH-Kanäle: Der Wertanteil von Snacks und Getränken an den Ausgaben für „To-Go“ stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,3 %, 4,9 % bzw. 4,3 %.
Im Fokus: Snacks
Die Ausgaben für Snacks (+9 %) steigen schneller als die für Getränke (+5 %) oder Mahlzeiten (+7 %), was eng mit der zunehmenden Beliebtheit von Impulskaufkanälen zusammenhängt, in denen die Menschen in der Regel etwas für den schnellen Hunger kaufen. Dies untermauert den Aufwärtstrend beim Konsum „unterwegs“, den wir bereits in den vergangenen Quartalen beobachtet haben, und bestätigt die Erholung kleinerer, alltäglicher OOH-Anlässe.
Die Kategorien Speiseeis und salzige Snacks verzeichneten im vierten Quartal 2023 das stärkste Wachstum. Für Speiseeis war dies eine besonders bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, dass in vielen Märkten gerade Winter war!
Der Außer-Haus-Verzehr ist für die Entwicklung der Eiskategorie von entscheidender Bedeutung und macht 63 % der Gesamtausgaben aus. Dies gilt insbesondere für Asien und Lateinamerika: In Indien werden 97 % des Gesamtumsatzes im Außer-Haus-Bereich erzielt, in Mexiko sind es 80 %. Am niedrigsten ist dieser Anteil im Vereinigten Königreich (25 %). Die OOH-Eiscremeverkäufe steigen in fast allen Märkten rasant an, mit Ausnahme von Portugal und Thailand. Die gute Nachricht ist, dass das OOH-Wachstum nicht auf Kosten der Verkäufe im Privathaushalt geht: Auch dort steigen die Ausgaben.

Der Anteil an den Gesamtausgaben für Speiseeis im Vergleich zu T.In&Out wächst am schnellsten in Bäckereien und anderen Gastronomiekanälen, darunter auch in spezialisierten Eisdielen (15,8 %), sowie in Impulskaufkanälen (8,9 %).
Der moderne Einzelhandel konkurriert mit Schnellrestaurants um die Mahlzeiten
Betrachtet man nicht Snacks, sondern Mahlzeiten, die zum sofortigen Verzehr gekauft werden, so schneidet der Außer-Haus-Verzehr in allen Märkten außer Spanien erneut besser ab als der Verzehr zu Hause, mit einem weltweiten Wertzuwachs von 15 % gegenüber 7 % beim Verzehr zu Hause.
Am stärksten ist das Wachstum in Brasilien (+38 %) und Portugal (+19 %).
Cafés, Restaurants und der moderne Handel sind für diesen Aufschwung verantwortlich. Supermärkte und Hypermärkte, die Angebote wie Warmtheken, Sandwiches, Sushi und Salate anbieten, haben ihren Marktanteil auf 2,4 % gesteigert – und nähern sich damit den Schnellrestaurants (QSR), die einen Anteil von 3,7 % halten. Der moderne Handel steht nun in direkter Konkurrenz zu diesem Segment.

Erfahren Sie mehr über den globalen OOH-Markt für Snacks und alkoholfreie Getränke, indem Sie das vollständige „Out-of-Home Barometer“ über das untenstehende Formular herunterladen oder sich an unsere Experten wenden.
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