Preisgünstige Modelle und die Erneuerungszyklen der Verbraucher treiben den Wandel auf den globalen Märkten voran
Im ersten Quartal 2025 kam es zu dynamischen Veränderungen in der globalen Smartphone-Landschaft, wobei sich neue Trends in Bezug auf Markentreue, tarifbestimmtes Verbraucherverhalten und die wachsende Bedeutung preisgünstiger Modelle abzeichneten.
In den fünf größten Märkten Europas – Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien – konnte das Android-Betriebssystem seinen Anteil am Smartphone-Absatz im Vergleich zum Vorjahr ausbauen, was in erster Linie auf die starke Leistung von Samsung sowohl bei den Flaggschiff- als auch bei den Einsteigermodellen zurückzuführen ist. Das im Januar 2025 auf den Markt gebrachte Galaxy A16 hat sich in der gesamten Region zum meistverkauften Modell der Marke entwickelt. Das Galaxy S25 Ultra hingegen war in Frankreich und Großbritannien das Modell mit der besten Verkaufsleistung.
Dennoch behielt Apple eine starke Position bei, insbesondere in Großbritannien, wo iOS-Geräte 40 % der Smartphone-Verkäufe ausmachten – ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Die kürzliche Markteinführung des iPhone 16e, das sich ganz klar an das preisbewusste Segment richtet, wird als strategischer Gegenzug zu Samsungs A-Serie und Googles Pixel A-Serie angesehen. Googles Pixel-Reihe konnte ihren Marktanteil stabil halten. Das Pixel 8a bleibt der Bestseller in Europa, und die Marke setzt auf das neue Pixel 9a – das im April auf den Markt kam –, um dem umkämpften Budget-Segment neuen Schwung zu verleihen.
In den Vereinigten Staaten wuchs der Smartphone-Markt weiter, wobei Apple einen Marktanteil von 50 % behielt. Die iPhone-16-Serie dominierte die Rangliste, wobei das Basis-iPhone 16, das 16 Pro Max und das 16 Pro die ersten drei Plätze der Verkaufscharts belegten. Das Samsung Galaxy S25 Ultra führte die Android-Modelle an, während Motorola sich als zweitbestverkaufte Android-Marke behauptete. Die bevorstehende Markteinführung der faltbaren Razr-Reihe soll voraussichtlich Premium-Nutzer ansprechen.
Interessanterweise zeigt der amerikanische Markt Anzeichen für verkürzte Austauschzyklen. Die Handyverkäufe in den USA stiegen im Jahresvergleich um 1 Prozentpunkt, wobei die Verkäufe im März um 2 Prozentpunkte über denen des Vorjahreszeitraums lagen. Ein bemerkenswerter Anstieg um 3 Prozentpunkte bei der Zahl der Verbraucher, die planen, innerhalb der nächsten sechs Monate ein neues Gerät zu kaufen, deutet auf einen Mentalitätswandel hin, wahrscheinlich als Reaktion auf erwartete tarifbedingte Preiserhöhungen. Dies eröffnet Herstellern die Möglichkeit, gezielte, wertorientierte Werbeaktionen zu starten, um die Nachfrage zu bedienen.
Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum zeigten ein gemischtes Bild. In Australien konnte Samsung mit dem S25 Ultra Boden gutmachen, während Apples iOS um 4 Prozentpunkte nachgab. Oppo legte dank des A80 5G kräftig zu. Auf dem chinesischen Festland standen einheimische Marken im Mittelpunkt – Huawei eroberte dank des neuen Mate 70 den Spitzenplatz zurück, während auch die 15er-Serie von Xiaomi unter die Top 5 kam. Apple behielt seine solide Dynamik bei und erzielte über 20 % des Umsatzes in der Region.
In Japan zeigten sich weitere Gegensätze: Während Sharp auf den zweiten Platz vorrückte, verzeichnete Sony aufgrund der hohen Preise für sein Xperia 1 einen starken Rückgang. Apple blieb Marktführer, getragen von der starken Leistung der iPhone-16-Reihe.
Mit Blick auf die Zukunft wird sich der Wettbewerb voraussichtlich verschärfen, insbesondere im preisgünstigen Segment. Angesichts der Konkurrenz durch das iPhone 16e von Apple, das Galaxy A16 von Samsung und das Pixel 9a von Google müssen die Hersteller sicherstellen, dass ihre Wertversprechen bei den immer anspruchsvolleren Verbrauchern Anklang finden. In der zweiten Jahreshälfte 2025 wird sich zeigen, wie stark ihre Geräteportfolios sind, da die Nachfrage sowohl nach Premium- als auch – insbesondere – nach Einsteigermodellen wächst.
Zwar spielt künstliche Intelligenz (KI) bei Kaufentscheidungen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle – weniger als 6 % der Verbraucher nennen sie als Hauptgrund –, doch trägt sie dennoch zur Markendifferenzierung bei. KI-Funktionen können, selbst wenn sie von den Nutzern nicht ausdrücklich gesucht werden, einen wahrgenommenen Mehrwert schaffen, wenn sie ohne zusätzliche Kosten mitgeliefert werden. Die Integration von Apple Intelligence im iPhone 16e und von Googles Gemini im Pixel 9a veranschaulicht, wie solche Funktionen Kaufentscheidungen in einem gesättigten Markt beeinflussen können.
Seit Mai 2025 zeigt die fortlaufende Beobachtung der Verbraucherstimmung und der Kaufgewohnheiten weiterhin, wie geopolitische und wirtschaftliche Belastungen, darunter Zölle, das Kaufverhalten bei Smartphones weltweit beeinflussen.
Wenden Sie sich für weitere Informationen an unsere Experten und nutzen Sie unser interaktives Tool zur Datenvisualisierung, um die Entwicklung der Marktanteile bei Smartphone-Betriebssystemen zu verfolgen.
