Eine Studie von Worldpanel by Numerator zeigt, dass im Online-Modehandel in Chile die endgültige Kaufentscheidung zunehmend vom Vertrauen abhängt, das das Einkaufserlebnis vermittelt.
Die Daten spiegeln diese Logik wider. Der Online-Modehandel verzeichnet die niedrigste Kaufhäufigkeit im Einzelhandel – gerade einmal 2,2 Käufe pro Jahr und Haushalt –, aber einen der höchsten Durchschnittsbeträge auf dem Markt: 39.609 Pesos pro Kauf. Das heißt, die Verbraucher kaufen zwar selten ein, geben aber bei jedem Kauf einen beträchtlichen Betrag aus, was ihre Ansprüche vor der Bestätigung der Transaktion erhöht.
Der Preis öffnet die Tür, garantiert aber noch keinen Kauf
Der Preis ist nach wie vor der wichtigste Anreiz für diejenigen, die Mode online kaufen.
62 % der Käufer nennen dies als einen der Faktoren, die zum Kauf motivieren.
Sobald der Verbraucher jedoch den Warenkorb aufruft, gewinnen andere Faktoren bei der Entscheidung an Bedeutung.
Die Verfügbarkeit zuverlässiger Größenangaben wird als zweitwichtigster Faktor genannt (30 %), gefolgt von der Qualität der Produktfotos (23 %) und der einfachen Abwicklung von Umtausch oder Rückgabe (22 %). Ebenfalls von Bedeutung sind die wahrgenommene Qualität der Kleidungsstücke und die Bewertungen anderer Käufer, die jeweils von 19 % der Verbraucher genannt wurden.
Insgesamt zeigen diese Merkmale, dass die Herausforderung im Mode-E-Commerce nicht mehr nur darin besteht, gute Preise anzubieten, sondern die Unsicherheit zu verringern, die mit dem Kauf eines Kleidungsstücks einhergeht, ohne es physisch gesehen zu haben.
Vertrauen wird je nach Verbraucher auf unterschiedliche Weise aufgebaut
Die Studie zeigt zudem, dass der Begriff „Vertrauen“ nicht für alle Haushalte dasselbe bedeutet.
In den ABC1-Segmenten spielen die wahrgenommene Qualität, die Meinungen anderer Käufer und Modetrends eine größere Rolle bei der Kaufentscheidung.
Für die Haushalte der Segmente C2 und C3 ist die Verfügbarkeit von Größen einer der ausschlaggebendsten Faktoren, während in den Segmenten D und E der Preis und Sonderangebote weiterhin die wichtigsten Kaufmotive sind.
Der Markt lässt sich nicht auf ein einziges Profil des digitalen Verbrauchers reduzieren, sondern es gibt verschiedene Kriterien zur Bewertung des Risikos eines Online-Kaufs.
Die Damenmode ist das Aushängeschild des Senders
Im Bereich des E-Commerce für Mode entfällt der größte Teil des Geschäftsvolumens auf Damenbekleidung.
Diese Kategorie macht 40 % der im Online-Handel getätigten Käufe aus und verzeichnet Ausgaben, die 28 % über dem Marktdurchschnitt liegen, wodurch sie sich als wichtigster Motor des Mode-E-Commerce in Chile etabliert hat.
Jede Plattform richtet sich an eine bestimmte Käufergruppe
Die Analyse zeigt zudem Unterschiede zwischen den wichtigsten digitalen Plattformen, die in die Studie einbezogen wurden.
Mercado Libre erreicht eine relative Marktdurchdringung von 35 % und einen durchschnittlichen Bestellwert von 43.137 $, während SHEIN eine relative Marktdurchdringung von 32 % bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 37.123 $ verzeichnet.
Die Studie berücksichtigt die wichtigsten spezialisierten E-Commerce-Plattformen und bezieht ausschließlich diese Akteure in die Auswertung ein. Der E-Commerce von Einzelhändlern mit stationären Geschäften wurde im Kanal „Kaufhäuser“ erfasst.
Anstatt nach denselben Prinzipien miteinander zu konkurrieren, scheinen die Plattformen vielmehr unterschiedliche Kaufbedürfnisse zu bedienen. Zu verstehen, wonach der Verbraucher in den einzelnen digitalen Ökosystemen sucht – sei es Preis, Auswahl oder Trends –, wird zu einem entscheidenden Faktor bei der Festlegung der Geschäftsstrategie der Marken.
Vertrauen ist bereits Teil des Wertversprechens
Das Wachstum des E-Commerce im Modebereich hängt nicht allein davon ab, dass immer aggressivere Rabatte angeboten werden. Die Daten von Worldpanel by Numerator zeigen, dass mit steigendem Wert der einzelnen Einkäufe auch das Bedürfnis wächst, Unsicherheiten abzubauen.
Klare Informationen, hochwertige Fotos, die Verfügbarkeit verschiedener Größen sowie unkomplizierte Umtausch- und Rückgabeverfahren sind nicht mehr nur Zusatzleistungen, sondern werden zu entscheidenden Faktoren für die Konversion. Im Online-Modegeschäft ist Vertrauen nicht mehr nur ein wünschenswertes Merkmal, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Wertversprechens.
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