Trotz der Schwierigkeiten bei der Gewinnung neuer Käufer sind acht von zehn Verkäufen von Handelsmarken auf diesen Vertriebskanal zurückzuführen
Wo kaufen dominikanische Familien ein und wie sieht ihr Kaufverhalten aus?
Im Laufe des Jahres war bis zum Ende des dritten Quartals ein Anstieg der Kaufhäufigkeit um 13,8 % und des Durchschnittsumsatzes um 18,6 % zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist nicht auf eine bestimmte Gruppe beschränkt, sondern zeigt sich bei verschiedenen Profilen, wie etwa unterschiedlichen sozioökonomischen Schichten (SES), Altersgruppen der Käufer und Familiengrößen. Zudem haben die Haushalte ihre Ausgaben für den Kauf von Produkten in Großpackungen vom ersten bis zum dritten Quartal von 31,8 % auf 34,4 % erhöht.
Zudem geben die Käufer mehr Geld für Lebensmitteleinkäufe (mit mehr als 10 Artikeln) aus: von 17,9 % auf 25,7 %.
Eigenmarken haben bei den Ausgaben der Dominikaner zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei einer Analyse nach Warengruppen zeigt sich, dass dieses Wachstum nicht nur in Kategorien wie Haushaltspflege – ihrem traditionellen Einstiegsbereich in die Haushalte – oder Lebensmitteln zu beobachten ist, sondern auch im Bereich Getränke.
Dahinter verbirgt sich ein Anstieg des Marktanteils von Supermärkten, Supermarktketten und Discountern – also genau den Vertriebskanälen, die sich durch den Verkauf von Eigenmarken auszeichnen. Demgegenüber stehen die unabhängigen Supermärkte, deren Marktanteil im gesamten FMCG-Segment vom ersten bis zum dritten Quartal 2024 um 7,4 Prozentpunkte zurückgegangen ist.
Wo kaufen die Dominikaner ein?
Dieser Rückgang der Käuferzahlen in unabhängigen Supermärkten rückt zunehmend in den Fokus, da in diesem Vertriebskanal Eigenmarken wertmäßig einen Anteil von 87 % ausmachen, während dieser Anteil in Super- und Hypermärkten von Handelsketten bei FMCG-Produkten bei 55 % liegt.
Einige interessante Aspekte der unabhängigen Supermärkte sind:
- Es ist der drittwichtigste Kanal hinsichtlich der Reichweite, direkt hinter den kleinen Lebensmittelgeschäften sowie den Super- und Hypermärkten der großen Ketten.
- Besonders hervorzuheben sind die Gebiete außerhalb des Nationaldistrikts und der Hauptstadt Santo Domingo.
- Sie zeichnen sich durch Einkäufe mit weniger Artikeln aus.
Vor welchen Herausforderungen stehen die Hersteller in der Dominikanischen Republik?
Eigenmarken wachsen im Vergleich zu Handelsmarken schneller. Dies stellt eine große Herausforderung für traditionelle Hersteller dar, die den Kunden nicht nur gute Produkte zu attraktiven Preisen anbieten, sondern auch neue Wege der Interaktion erschließen müssen, um ihnen das Einkaufen zu erleichtern.
Ein tiefgreifendes Verständnis von Vertriebskanälen wie unabhängigen Supermärkten ist in diesem Land für die Entwicklung Ihrer Marken von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, kontaktieren Sie uns.

