Das führende Marktforschungsunternehmen Kantar Consumer Index veranstaltete am 22. Oktober 2024 das Webinar „FMCG-Erfolg im Omnichannel-Vertrieb: Die drei größten Mythen des E-Commerce entlarven – tiefe Einblicke in das Verbraucherverhalten!“.. Das Webinar zog zahlreiche Branchenexperten und Markenvertreter an, um die Entwicklungstrends des Online-Handels auf dem taiwanesischen Markt für Fast Moving Consumer Goods (FMCG) zu erörtern und Antworten sowie Analysen zu den drei größten Mythen des E-Commerce-Marktes zu liefern.
Mythos Nr. 1 widerlegen: Der Anteil Taiwans am weltweiten Online-Umsatz mit Konsumgütern liegt an dritter Stelle und wächst weiter
Daten von Kantar zeigen, dass der Anteil der Online-Verkäufe von Konsumgütern des täglichen Bedarfs (FMCG) in Taiwan in den letzten Jahren stetig gestiegen ist und im zweiten Quartal 2024 19,2 % erreichte, womit Taiwan weltweit den dritten Platz einnimmt. Die Studie führt die weltweit führende Position Taiwans im FMCG-E-Commerce vor allem auf den hohen Anteil an Online-Käufern von 77 % zurück.Nicht nur junge Menschen sind an Online-Einkäufe gewöhnt, auch die Verbreitung von Online-Einkäufen in Haushalten mit älteren Menschen liegt bereits bei fast 60 %. Haushalte mit Kindern sind sogar noch stärker auf den Online-Einkauf angewiesen und zeigen die größte Aktivität sowohl bei der Käuferzahl als auch beim Konsumverhalten über verschiedene E-Commerce-Kanäle hinweg. Dies macht diese Zielgruppe zu einer potenziellen Geschäftsmöglichkeit, die Marken nicht ignorieren können.
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Abbildung 1: Daten von Kantar zeigen, dass mehr als 75 % der Verbraucher in Taiwan Online-Shopping nutzen, wobei sowohl die Kaufhäufigkeit als auch die Ausgaben von Jahr zu Jahr steigen.
Mythos Nr. 2 widerlegen: Verbraucher kaufen über 2,5 verschiedene E-Commerce-Kanäle ein – E-Commerce-Strategien sollten sich auf die Ressourcenverteilung konzentrieren
Laut einem Kantar-Seminar lassen sich die E-Commerce-Modelle für FMCG in Taiwan in sechs Hauptkategorien einteilen,wobei B2C-E-Commerce, C2C-E-Commerce und Markenwebsites mit einem Anteil von etwa 75 % am Gesamtmarkt die drei größten Segmente bilden, während Channel-E-Commerce, Gruppenkäufe in sozialen Netzwerken und O2O-Lieferungen nach Hause ein vielfältiges Marktökosystem bilden. Bemerkenswert ist, dass jeder Käufer im Durchschnitt 2,5 verschiedene E-Commerce-Typen für seine täglichen Einkäufe nutzt. Eine präzise Ausrichtung auf die Kaufwege der Zielgruppen ist daher der Schlüssel zum Erfolg für Markenhersteller.
Mythos Nr. 3 widerlegt: Der Online-Handel mit Kosmetik- und Gesundheitsprodukten ist ausgereift und treibt die Online-Entwicklung in den Bereichen Haushaltswaren sowie Lebensmittel und Getränke voran
Laut den Daten der verschiedenen Kantar-Indizes gehören Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel zu den Produktkategorien mit dem höchsten Anteil an Online-Käufern und -Umsätzen. Sie sind die führenden Kategorien im E-Commerce, wobei die Verbreitung von Online-Käufern bei über 20 % liegt und damit höher ist als bei im stationären Handel starken Kategorien wie Milchprodukten,Getränke, bei denen die Online-Verbreitung unter 10 % liegt. Kantar-Experten weisen jedoch darauf hin, dass mit der zunehmenden Verankerung des Online-Shoppings in den Gewohnheiten der Verbraucher die führenden E-Commerce-Kategorien das Online-Kaufverhalten in weiteren Bereichen wie Haushaltswaren und Lebensmitteln anregen könnten, was Markenherstellern potenzielle Chancen für den Einstieg in den E-Commerce bietet.
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Abbildung 2: Laut Kantar besteht die Chance, dass etablierte E-Commerce-Produktkategorien dazu beitragen, dass weitere Produktkategorien ins Internet verlagert werden, da die Verbraucher zunehmend auf Online-Einkäufe setzen.
Im Zeitalter des Omnichannel-Handels sind alle Verbraucher Omni-Shopper der Marke
Seit dem Abklingen der Pandemie wirken sich die Erholung des stationären Handels und die wiederzunehmenden Ausgaben für Auslandsreisen weiterhin auf den Bereich der Konsumgüter aus. Die Frage, wie die Ressourcen zwischen Online- und Offline-Vertriebskanälen ausgewogen verteilt werden können, ist für FMCG-Marken zu einer zentralen Herausforderung geworden.
Zusammenfassend kam Kantar in den Schlussfolgerungen des Seminars zu dem Ergebnis, dass im Zeitalter des Omnichannel-Handels alle Verbraucher zu „Omni-Shoppern“ der Marken werden und es daher von entscheidender Bedeutung ist, das plattformübergreifende Kaufverhalten sowie den Wechsel der Verbraucher zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen zu verstehen. Markenhersteller müssen ihre Omnichannel-Strategien regelmäßig überprüfen und entsprechend den Veränderungen des Marktes kontinuierlich optimieren, um sicherzustellen, dass sie in einem sich ständig wandelnden Marktumfeld ihren Wettbewerbsvorteil bewahren.
Für weitere Informationen zum FMCG-Einzelhandelsmarkt wenden Sie sich bitte an: Peggy Liu, Leiterin für Geschäftsentwicklung und Marketing bei Kantar Consumer Index, peggy.liu@kantar.com, 02-2570-0556#365.
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