Das warme Wetter hielt den ganzen Juli über bis in den August hinein an, was sich darin widerspiegelte, dass die Verbraucher Vorräte anlegten und häufiger in die Geschäfte gingen, um sich für die Sommerhitze zu Hause einzudecken. In den letzten vier Wochen unternahmen die Verbraucher 44 Millionen Einkäufe, was einem Durchschnitt von 23 Einkäufen pro Haushalt entspricht – ein Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Auch das Verkaufsvolumen stieg um 4,9 %, während die Verbraucher in diesen vier Wochen durchschnittlich 635 € pro Person ausgaben.

Das warme Wetter dieses Sommers hat den irischen Verbrauchern sichtlich neuen Schwung verliehen: Sowohl die Einkaufshäufigkeit als auch die Einkaufsmengen und die Ausgaben sind gestiegen – eine erfreuliche Nachricht für die irischen Lebensmittelhändler.

Die Auswirkungen des Wetters auf das Einkaufsverhalten spiegelten sich auch auf Kategorieebene wider: Typische Sommerprodukte verzeichneten in den letzten zwölf Wochen einen Aufschwung. Die irischen Verbraucher stießen auf den Sonnenschein an und gaben fast 197 Millionen Euro für alkoholische Getränke aus – ein Plus von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr. Weitere 36,1 Millionen Euro gaben die Verbraucher für Waren aus, die typischerweise mit wärmerem Wetter in Verbindung gebracht werden, darunter Erfrischungsgetränke, Antipasti, Speiseeis und Sonnenschutzprodukte.

Trotz des Anstiegs bei den Einkaufsbesuchen und den Verkaufsmengen steht für irische Verbraucher der Preis weiterhin im Vordergrund: In den letzten zwölf Wochen gaben sie 829 Millionen Euro für Aktionsartikel aus, wodurch der Wertanteil der Sonderangebote bei 22,4 % lag. Der Umsatz mit Aktionsartikeln stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,1 %.

Die Verbraucher haben den ganzen Sommer über besonders auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet, wobei Sonderangebote mittlerweile fast ein Viertel der Ausgaben ausmachen. Es ist offensichtlich, dass die irischen Verbraucher trotz des guten Wetters und der besser gefüllten Einkaufswagen nicht aus den Augen verloren haben, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.

Markenartikel sind die absoluten Spitzenreiter, während der Online-Umsatz dank der Hitzewelle in die Höhe schießt

Markenartikel entwickelten sich sehr gut: Ihr Umsatz stieg um 12,2 % und trug in diesem Zeitraum 200 Millionen Euro bei, wobei ihr Wertanteil 49,8 % erreichte. Eigenmarken wuchsen mit 4,3 % etwas verhaltener und trugen 71 Millionen Euro bei. Auch die Premium-Eigenmarken konnten sich behaupten und verzeichneten einen Umsatzanstieg von 13,6 %, wobei die Verbraucher zusätzlich 19 Millionen Euro für die Eigenmarken der Einzelhändler ausgaben.

Auch der E-Commerce profitierte von dieser Entwicklung, da sich immer mehr Kunden dafür entschieden, sich ihre Einkäufe direkt an die Haustür liefern zu lassen. Irische Verbraucher tätigten in den letzten 12 Wochen durchschnittlich fast acht Online-Bestellungen, was zu einem Anstieg der Online-Umsätze um 27,6 % im Vergleich zu den vorangegangenen 12 Wochen führte und dazu, dass die Verbraucher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zusätzlich 54,1 Millionen Euro ausgaben.

Lidl verzeichnet in den letzten 12 Wochen das stärkste Wachstum

In den letzten 12 Wochen hielt Dunnes einen Marktanteil von 24,1 % und verzeichnete ein Umsatzwachstum von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Dunnes-Kunden kamen häufiger in die Filialen – die Einkaufsbesuche stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % –, während der Lebensmitteleinzelhändler neue Kunden in seinen Filialen begrüßen konnte. Häufigere Besuche und die Gewinnung neuer Kunden kurbelten die Leistung des Einzelhändlers an und trugen insgesamt 53,9 Millionen Euro bei. Tesco hält einen Marktanteil von 23,8 % und verzeichnet ein Umsatzwachstum von 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Tesco verzeichnete in den letzten 12 Wochen einen Anstieg der Kunden, die häufiger in die Filialen zurückkehrten (+0,8 %). Neben den häufigeren Besuchen trugen neue Kunden in den Tesco-Filialen insgesamt weitere 34,1 Millionen Euro zum Gesamtergebnis bei.

SuperValu hält einen Marktanteil von 19,4 % und konnte diesen im Vergleich zu den vorangegangenen 12 Wochen um 3,8 % steigern. Das Unternehmen liegt bei der Einkaufshäufigkeit an der Spitze aller großen Einzelhändler und verzeichnete in den letzten 12 Wochen durchschnittlich 24,4 Besuche pro Person. Neue Kunden trugen zusätzlich 21,7 Millionen Euro zum Gesamtergebnis bei.

Der Marktanteil von Lidl liegt bei 14,8 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 10,3 % gestiegen, was bedeutet, dass der Discounter in den letzten 12 Wochen das stärkste Wachstum verzeichnet hat. Bei Lidl kehrten bestehende Kunden häufiger in die Filialen zurück, während ein Zustrom neuer Kunden zusätzlich 46,3 Millionen Euro zum Gesamtergebnis beitrug.

Aldi hält einen Marktanteil von 10,9 %. Neue Kunden sowie häufigere Einkäufe sorgten für einen zusätzlichen Umsatz von 1,9 Millionen Euro.

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Emer Healy
‍Leiterin der Geschäftsentwicklungbei Worldpanel by Numerator

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