Marken müssen preisbewusste Verbraucher im Blick behalten und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Die Ausgaben für Konsumgüter des täglichen Bedarfs in Kenia erholten sich im Laufe des Jahres 2024 deutlich, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, was auf häufigere Einkäufe zurückzuführen war.

Ein allmählicher Rückgang der Inflation führte zu einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld, das die Kaufkraft und das Vertrauen der Verbraucher gestärkt hat. Die daraus resultierende Stabilität ist für Hersteller von Konsumgütern des täglichen Bedarfs von entscheidender Bedeutung, da sie besser planbare Kosten und Preisstrategien ermöglicht; davon profitieren letztlich sowohl Unternehmen als auch Verbraucher.

Kurz gesagt: Die Kenianer sind wieder bereit, Geld auszugeben – und das in regelmäßigeren Abständen. Da sie sich weiterhin in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld bewegen, wählen sie nach wie vor sorgfältig aus, wofür sie ihr Geld ausgeben. Die Kaufhäufigkeit wurde durch verstärkte Werbekampagnen unterstützt, die auch zurückhaltende Verbraucher dazu ermutigt haben, häufiger einzukaufen.

Die Zunahme der Einkaufsbesuche deutet auf eine Belebung des FMCG-Marktes in Kenia hin

In den meisten FMCG-Kategorien ist die Kaufhäufigkeit gestiegen: ein wirksames Mittel zur Steigerung von Umsatz und Rentabilität. Die Kategorien Milchprodukte und Körperpflege verzeichneten die deutlichste Erholung – beide mit einem Anstieg der Kaufhäufigkeit um 2 % im Vergleich zum Vorjahr –, was verdeutlicht, in welchen Bereichen die Verbrauchernachfrage am stärksten anzieht.

Im Segment der widerstandsfähigen Speiseöle ist die Nachfrage weiter gestiegen (+3 %), und auch Brot hat sich bemerkenswert gut entwickelt (+5 %). Diese Trends deuten darauf hin, dass die Verbraucher in ihren Einkaufskörben vor allem Grundnahrungsmittel und Artikel des täglichen Bedarfs bevorzugen.

Eine breit angelegte Erholung auf dem gesamten Markt

Verbraucher sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten Kenias kaufen FMCG-Produkte häufiger, wobei der Anteil der Ausgaben in städtischen Gebieten etwas höher ausfällt (57 %). Das Kaufverhalten variiert je nach Region – während in Nairobi die Kaufhäufigkeit zugenommen hat, war in den Küstengebieten ein Rückgang zu verzeichnen.

Diese Unterschiede unterstreichen, wie wichtig es ist, maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln, um den spezifischen regionalen Gegebenheiten und dem Verbraucherverhalten wirksam Rechnung zu tragen.

In allen sozioökonomischen Gruppen ist ein positiver Trend zu verzeichnen, wobei Haushalte der Mittelschicht den größten Anteil an den Gesamtausgaben für Konsumgüter des täglichen Bedarfs (60 %) ausmachen.

Bei den jüngeren Verbrauchern im Alter von 18 bis 24 Jahren war die Erholung der Ausgaben am deutlichsten zu spüren. Marken müssen jedoch darauf achten, integrative und ausgewogene Marketingkampagnen zu entwickeln, die auch ältere Verbraucher ansprechen, insbesondere die Kernzielgruppe der 25- bis 34-Jährigen, um ihre Reichweite und Wirkung zu maximieren.

Die Zunahme der Einkaufsbesuche deutet auf eine Belebung des FMCG-Marktes in Kenia hin

In Kenia bieten sich für FMCG-Marken große Wachstumschancen, da sie die sinkende Inflation und die steigende Kaufhäufigkeit nutzen können, um die Konsumausgaben zu stabilisieren und anzukurbeln.

Trotz des Aufschwungs müssen Hersteller weiterhin Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis in den Vordergrund stellen, in ihrem Marketing die Erschwinglichkeit hervorheben und saisonale Sonderangebote anbieten. Diese Strategie ist unerlässlich, um preisbewusste Verbraucher zu gewinnen und zu binden.

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