Eine Studie von Worldpanel untersucht, wie die wirtschaftliche Lage die Kaufentscheidungen der Verbraucher beeinflusst

Beschäftigung, Gesundheit, Sicherheit und Umweltfragen stehen für Lateinamerikaner weiterhin ganz oben auf der Liste der Sorgen, doch laut der jüngsten „Pressure Groups Latam“-Studie von Worldpanel zeichnet sich eine neue Sorge ab: die möglichen Auswirkungen der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen der USA.

Die wichtigsten Anliegen in ganz Lateinamerika

Die Studie identifiziert drei Hauptbereiche, die den Lateinamerikanern Sorge bereiten: finanzielle Belange (wie Beschäftigung und Einkommen), soziale Belange (wie Gesundheit und Lebensqualität) sowie Umweltbelange.

Das Gefühl der Unsicherheit ist in Ecuador ein besonders großes Problem, wo 43 % der Bevölkerung dies als ihre größte Sorge angeben, da das Land seit 2021 mit einer anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Krise zu kämpfen hat.

In der Kategorie „Umwelt“ führt Peru die Liste an: 14 % der Bevölkerung geben Umweltkatastrophen als Grund für ihre Sorgen an. Es folgen Brasilien (12 %) und Argentinien (11 %).

Was geopolitische Spannungen angeht, steht Mexiko an erster Stelle: 12 % der Bevölkerung äußern sich besorgt über die Politik der USA. Der Hauptgrund ist wirtschaftlicher Natur: Mexiko ist weltweit der zweitgrößte Empfänger von Überweisungen. Im Jahr 2023 schickten in den Vereinigten Staaten lebende Mexikaner 63,3 Milliarden US-Dollar in ihre Heimat, was etwa 4,5 % des nationalen BIP entspricht. Folglich gibt es Befürchtungen, dass eine Änderung der Einwanderungspolitik die Überweisungen verringern und sich negativ auf die Wirtschaft auswirken könnte.

An zweiter Stelle folgt Mittelamerika, wo 9 % der Bevölkerung Besorgnis äußern. Bei genauerer Betrachtung der einzelnen Länder der Region sticht Panama mit der höchsten Besorgnisquote von 14 % hervor – sogar noch höher als in Mexiko. Dies ist vor allem auf den Einfluss der Vereinigten Staaten auf den Panamakanal zurückzuführen, eine strategisch wichtige Wasserstraße, die den Atlantik und den Pazifik verbindet.

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Die finanzielle Kluft in Lateinamerika: Immer mehr Menschen geht es gut, doch die Probleme bleiben bestehen

Um besser zu verstehen, wie Lateinamerikaner mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten umgehen und ihre täglichen Entscheidungen treffen, unterteilt die Studie „Pressure Groups Latam“ die Verbraucher in drei finanzielle Profile:

  • Komfortabel: Finanziell abgesichert, in der Lage, sich das meiste oder alles leisten zu können, was sie wollen.
  • Finanzielle Lage: Die Ausgaben müssen unter Kontrolle gehalten werden, es besteht jedoch kein großer finanzieller Druck.
  • In einer finanziellen Notlage: Sie leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck, wobei das Einkommen gerade so für das Nötigste reicht; viele schaffen es nicht, bis zum Monatsende durchzukommen, ohne dass ihnen noch Geld übrig bleibt.

Im Jahr 2025 war im Segment „Komfortabel“ ein leichter Anstieg zu verzeichnen; dieses Segment macht nun 27 % der lateinamerikanischen Bevölkerung aus (gegenüber 25 % im Vorjahr). Der Anteil der Gruppe „Mit Schwierigkeiten“ sank hingegen von 29 % auf 27 %. Die Gruppe „Kommt gut zurecht“ bleibt mit unveränderten 46 % weiterhin die größte Gruppe.

Betrachtet man Lateinamerika insgesamt, scheinen die Gruppen der „Wohlhabenden“ und der „Kämpfenden“ ziemlich ausgeglichen zu sein, doch dies variiert je nach Land. In Mexiko, Chile und Brasilien ist die Gruppe der „Wohlhabenden“ zahlreicher als die der „Kämpfenden“. Mexiko verzeichnete die größte Verbesserung und stieg von 25 % im Jahr 2024 auf 32 % im Jahr 2025, gefolgt von Chile (von 33 % auf 36 %). Brasilien blieb stabil und stieg leicht von 29 % auf 30 %.

Im Gegensatz dazu macht die Gruppe der „Finanziell Schwachen“ nach wie vor den Großteil aus, obwohl das Segment der „Finanziell Gutgestellten“ in Argentinien, Mittelamerika und Peru gewachsen ist. In Bolivien, Kolumbien und Ecuador hat die Gruppe der finanziell am stärksten gefährdeten Personen zugenommen. In Kolumbien beispielsweise stieg der Anteil der „Finanziell Schwachen“ von 28 % auf 34 %.

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