Erfahren Sie, welchen Einfluss Nachhaltigkeit auf den Konsum von FMCG-Produkten hat, wobei das Segment, das beim Umweltschutz führend ist, einen Markt von 17 Milliarden Dollar ausmacht.

Das Engagement für Nachhaltigkeit gewinnt in Lateinamerika zunehmend an Bedeutung. Laut dem Bericht „Sustentar para ganar Latam 2024“ von Kantar steigt die Zahl der Menschen, die sich für den Schutz unseres Planeten einsetzen, in allen Ländern der Region von Jahr zu Jahr. Diese Zielgruppe legt besonderen Wert darauf, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern, indem sie unter anderem Marken und Produktkategorien ohne Plastikverpackungen sowie lokale und natürliche Inhaltsstoffe bevorzugt.

Der Anstieg des Umweltbewusstseins

Im Jahr 2024 rückte der Klimawandel laut der Studie mit einem Anstieg um 3 Prozentpunkte an die Spitze der Umweltanliegen in Lateinamerika.

Diese Veränderung spiegelt ein gestiegenes Bewusstsein der Verbraucher für die Notwendigkeit wider, angesichts der ökologischen Herausforderungen zu handeln, nachdem es 2024 in der Region zu verschiedenen Naturkatastrophen gekommen war. Die Rolle von Plastik gewinnt an Bedeutung, da jeder Dritte angibt, sich über die Menge an Plastik zu ärgern, die er beim Einkaufen mitnimmt.

Segmentierung der Nachhaltigkeit

Der Bericht identifiziert drei Hauptsegmente unter den Verbrauchern:

  1. Öko-Aktivisten: Sie legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, ergreifen konsequent Maßnahmen zur Verringerung ihrer Umweltbelastung und bevorzugen Marken, die recycelbare Verpackungen oder natürliche Inhaltsstoffe verwenden.
  2. Umweltbewusste: Obwohl sie sich um die Umwelt sorgen, stehen sie bei der Umstellung auf nachhaltige Gewohnheiten vor Hindernissen wie dem Preis und der Bequemlichkeit.
  3. Umweltleugner: Sie haben wenig oder gar kein Interesse an Umweltfragen und glauben nicht, dass ihr individuelles Handeln etwas bewirken kann.

Die Zahl der „Eco-Actives“ stieg im Vergleich zu 2023 um 10 Prozentpunkte auf 28 %, während die „Dismissers“ 39 % der Bevölkerung Lateinamerikas ausmachen, gegenüber 45 % im Vorjahr.

Auswirkungen für Marken und Einzelhändler

Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Menschen beim Einkaufen keine Unterstützung durch den Einzelhandel erhält, um einen nachhaltigen Lebensstil zu führen, wobei Mexiko eine Ausnahme bildet, da dort die Mehrheit der Befragten angibt, dass der Einzelhandel tatsächlich einen Beitrag leistet. Diese Verantwortung gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Verbraucher immer motivierter sind, Plastikmüll zu reduzieren, was sich in einem Anstieg der Nutzung wiederverwendbarer Tragetaschen in Geschäften um 3 Prozentpunkte widerspiegelt.

Für 36 % der Verbraucher tragen Marken im letzten Jahr eine größere Verantwortung für Umweltschäden und liegen damit vor Einzelhändlern, den Verbrauchern selbst und der Regierung. In Ländern wie Brasilien, Kolumbien und Mexiko ist diese Verantwortung sogar noch größer.

Wachstumschancen

Die wachsende Zahl der „Eco-Actives“ in der Region bietet Marken eine bedeutende Chance. Dieses Segment, das 28 % der Haushalte und einen Marktwert von 17 Milliarden Dollar in Lateinamerika ausmacht, sucht aktiv nach Marken, die seine Werte widerspiegeln.

Sich an die Erwartungen der Verbraucher im Bereich des Umweltschutzes anzupassen, fördert nicht nur das Wachstum, sondern stärkt auch die Beziehung zu Verbrauchern, die Transparenz und Engagement für die Umwelt schätzen.

Der Bericht hebt zudem hervor, dass die alternde Bevölkerung und die steigende Zahl kleiner Haushalte neue Konsumgewohnheiten prägen, da Haushalte mit ein bis zwei Personen bei umweltfreundlichen Verhaltensweisen die größeren Haushalte übertreffen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von Strategien, die sowohl demografische Faktoren als auch Nachhaltigkeitspräferenzen berücksichtigen.

Gestützt auf Daten aus 10 lateinamerikanischen Märkten und rund 15.000 Befragten ermöglicht der Bericht „Sustentar para ganar“ Unternehmen, ihre Verbraucher besser zu verstehen und ihre Markenstrategie neu auszurichten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte oder lesen Sie den vollständigen Bericht.

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