Der Verzehr von außerhalb des eigenen Haushalts zubereiteten Speisen gehört mittlerweile zum Alltag der meisten Haushalte in Mittelamerika. Der neue Wettbewerb dreht sich darum, Teil dieses Alltags zu werden – ein Faktor, der die Wachstumschancen für Restaurants und Fast-Food-Ketten neu definieren kann.
Steht ein Restaurant vor der Herausforderung, mehr Gäste zu gewinnen … oder dafür zu sorgen, dass die gleichen Gäste häufiger wiederkommen? Die Daten aus Mittelamerika geben Anlass, diese Frage neu zu überdenken, und zeigen, dass Wachstum je nach Markt auf sehr unterschiedliche Weise erzielt werden kann.
Etwa 90 % der Haushalte in der CariCAM-Region konsumieren oder kaufen außerhalb des eigenen Haushalts zubereitete Lebensmittel, wobei Guatemala und die Dominikanische Republik mit 93 % die höchste Verbreitung aufweisen.
Der eigentliche Unterschied zwischen den Märkten zeigt sich, wenn man untersucht, wie häufig solche Gelegenheiten auftreten.
In Costa Rica und Honduras entfällt der größte Teil der Verzehrgelegenheiten auf monatliche Einkäufe (43 % bzw. 42 %), während in El Salvador (6 %) und der Dominikanischen Republik (4 %) ein höherer Anteil der Verbraucher mehrmals pro Woche auswärts isst.
Dieses Verhalten ist weniger auf unterschiedliche Konsumgewohnheiten zurückzuführen, sondern spiegelt vielmehr Märkte mit unterschiedlichen Dynamiken wider. In einigen Märkten ist das Essen außer Haus nach wie vor ein geplanter Anlass; in anderen gehört es zur wöchentlichen Routine der Haushalte.
Für die Marken verändert dieser Unterschied den strategischen Schwerpunkt. In Märkten mit regelmäßigerem Konsum kann das Wachstum davon abhängen, die Häufigkeit zu steigern, die Kundenbindung zu stärken und Marktanteile bei bereits etablierten Konsumgewohnheiten zu gewinnen. In Märkten, in denen monatliche Anlässe überwiegen, kann die Herausforderung darin bestehen, neue Konsumgelegenheiten zu schaffen und die Bedeutung des Ausgehens aus dem eigenen Zuhause zu erhöhen, um im Alltag Restaurants zu besuchen.
Auch die Speisekarte erzählt eine Geschichte
Die Verbraucherpräferenzen zeigen ein weiteres interessantes Muster.
Hähnchen steht in der Region bei der Auswahl von Mahlzeiten außer Haus an erster Stelle – 25 % der üblichen Mahlzeiten in Honduras und 24 % in der Dominikanischen Republik –, gefolgt von Pizza (22 % in Guatemala und 21 % in El Salvador) und Hamburgern, die zwischen 12 % und 15 % der Mahlzeiten ausmachen, die die Menschen in Mittelamerika üblicherweise zu sich nehmen. Demgegenüber sind die italienische und die japanische Küche in der Region noch wenig bekannt. Über die Rangliste hinaus deutet dies darauf hin, dass die erfolgreichsten Kategorien diejenigen sind, die auf häufige und leicht zugängliche Verzehrgelegenheiten eingehen und somit eher zu einer Gewohnheit als zu sporadischen Erlebnissen werden.
Wenn man versteht, wie sich diese Konsumgelegenheiten entwickeln, lassen sich Innovationsmöglichkeiten, Erweiterungen der Speisekarte und Geschäftsstrategien identifizieren, die auf die Gegebenheiten des jeweiligen Marktes zugeschnitten sind.
Wenn fast alle Haushalte bereits in einer Kategorie vertreten sind, geht es nicht mehr darum, wer konsumiert , sondern darum , wie, wie oft und zu welchen Anlässen dies geschieht. Gerade in diesen Unterschieden liegen meist die größten Wachstumschancen.
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Ob es darum geht, Konsumgewohnheiten zu verstehen, eine Produktkategorie zu bewerten oder eine geschäftliche Hypothese zu überprüfen – diese Art von Studien liefert zuverlässige Erkenntnisse, die eine schnellere Entscheidungsfindung ermöglichen. Wenn es eine Frage gibt, die Ihr Unternehmen klären muss, helfen wir Ihnen gerne weiter.

