Die im Omnichannel-Bericht 2015 enthaltenen Prognosen mit einem Zeithorizont von 10 Jahren haben sich in den wichtigsten Volkswirtschaften Lateinamerikas als zutreffend erwiesen. Großhandelsformate im Discount- und aufstrebenden Segment – wie die Supermärkte Pequeño Mundo und Dollar City, Bäckereien, Kaufhäuser, Schönheitssalons und Convenience-Stores – positionieren sich derzeit als wachsende Verkaufsstellen.
Diese Vertriebskanäle spielen eine wichtige Rolle im Sortiment der Konsumgüter, da sie Innovationen vorantreiben – mit Produkten, die früher nicht zu ihrem üblichen Sortiment gehörten, sich aber dank risikoreicher Strategien durchgesetzt haben und sich als erfolgreich erwiesen haben.
Welchen Einfluss haben neue Formate auf den Omnichannel-Ansatz?
Dass diese Formate in die Kaufentscheidungen eines Haushalts einfließen – der pro Quartal zwischen acht und zehn Kanäle nutzt –, führt zu einer zunehmenden Komplexität bei der Umsetzung der Strategien der Hersteller. Dies ist das Ergebnis einer Abwägung zwischen der Suche nach einem günstigeren Preis und der Diversifizierung des Wertversprechens dieser Art von Geschäften.
Zudem führt die Einführung von preisgünstigen Marken in diesen Geschäften dazu, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Rationalisierung zu entscheidenden Faktoren für Länder wie Mexiko, Kolumbien, Brasilien und natürlich Mittelamerika werden.

Aktueller Überblick über aufstrebende Vertriebskanäle
Was die Bäckereien in Guatemala und Costa Rica betrifft, so sind sie nicht mehr nur traditionelle Verkaufsstellen für Brot. Durch das Angebot von Produkten wie Käse, Milch, Getränken, Wurstwaren, Keksen, Frischkäse, Margarine, Tortillas und sogar Snacks erreichten sie im letzten rollierenden Jahr bis Juni eine Marktdurchdringung von 50 %. Damit übertreffen sie den Marktanteil traditioneller Formate wie lokaler Supermarktketten.
Ein weiteres Beispiel sind Supermärkte wie „Pequeño Mundo“ in Costa Rica, ein Format, das sich unter anderem auf Haushaltswaren, Kleidung und Accessoires spezialisiert hat und nun auch Bereiche für frische und tiefgekühlte Lebensmittel, Backwaren und sogar Obst und Gemüse in sein Sortiment aufnimmt. Damit stieg die Marktdurchdringung um neun Prozentpunkte, was im letzten Jahr 148.000 Käufern entspricht.
Heutzutage sollten sich die Strategien einer Marke nicht mehr ausschließlich auf den Vertrieb über die üblichen Kanäle beschränken. Das Preis-Leistungs-Verhältnis, Innovation und die Bedarfsplanung sind wesentliche Aspekte, die bei Wachstumsstrategien berücksichtigt werden müssen. Wenn du mehr erfahren möchtest, melde dich bei uns!

