Zwischen 2020 und 2023 sank der Konsum von reduzierter Kleidung von 46,5 % auf 31,2 %.
Im Vorfeld des Black Friday haben wir die Entwicklung der letzten Novembermonate von 2021 bis 2023 analysiert, um einen Einblick zu gewinnen, wie sich diese beliebte Aktion in der Mode- und Accessoire-Branche entwickelt.
Insbesondere in einer Zeit, in der sich das traditionelle Konzept der Schlussverkäufe wandelt und sich dies auf traditionelle Kampagnen wie die im Januar auswirkt. Man bedenke, dass allein zwischen 2020 und 2023 der Absatz von reduzierter Kleidung von 46,5 % auf 31,2 % gesunken ist. Dies ist auf den Boom der Billig-Einzelhändler, den Trend zur Ausgabenrationalisierung sowie auf Nachhaltigkeitsaspekte zurückzuführen.
Ein Blick auf die Zahlen lässt uns fragen, ob auch der Black Friday an Bedeutung verliert. So ist beispielsweise der Anteil der Spanier, die im November reduzierte oder rabattierte Produkte kauften, von 45,8 % auf 40,5 % gesunken.
Auch der Anteil der reduzierten Artikel ist sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz zurückgegangen: Er sank im analysierten Zeitraum (2021–2023) beim Umsatz von 32,6 % auf 29,7 % und beim Absatz von 28,9 % auf 26,8 %.
Chancen…
Wenn wir uns die Trenddaten der letzten Novembermonate genauer ansehen, lassen sich durchaus Chancen erkennen. So entscheiden sich Verbraucher beispielsweise dafür, reduzierte Artikel zu kaufen, die im Durchschnitt bis zu 15 % teurer sind als nicht reduzierte.
Das heißt, bei Artikeln, die an sich teurer sind, warten wir bis November und den Black Friday, um sie zu ergattern. Sind sie teurer als ein Produkt ohne Rabatt? Ja, aber was hier zählt, ist die Erreichbarkeit und die Möglichkeit, sie zu einem günstigeren Preis zu erwerben.
Und auch die Vertriebskanäle bieten Chancen. Ich möchte hier auf zwei davon eingehen: den Online-Vertrieb und die Outlets.
Einerseits gehen wir Spanier zwar gerne shoppen, doch Tatsache ist, dass der Online-Handel im November von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt und in diesem Monat bereits 28,9 % aller Ausgaben für Mode und Accessoires ausmacht.
Andererseits ist der Aufschwung der Outlet-Stores zu beobachten, die sogar die Kaufhäuser überholt haben. Während erstere zuvor einen Anteil von 7,5 % hatten, sind sie nun auf 9,1 % angewachsen. Die Kaufhäuser hingegen haben eine gegenläufige Entwicklung genommen und sind von 9,2 % auf 7,8 % zurückgegangen.
Was macht einen Outlet-Store aus? Es handelt sich um Marken, die normalerweise unerschwinglich sind, die hier aber erschwinglicher werden. Wieder einmal geht es darum, etwas Teures günstiger zu erwerben.

