Nur 39 % der Argentinier geben an, sich sowohl geistig als auch körperlich wohl zu fühlen. Die hohen Kosten und das begrenzte Angebot an gesunden Produkten stellen Hindernisse für eine bessere Ernährung dar.

Etwa vier von zehn Menschen in Argentinien geben an, sich körperlich und geistig gut oder sehr gut zu fühlen – das ist der niedrigste Prozentsatz in ganz Lateinamerika. Dem Bericht „Decodificando el bienestar“ zufolge liegt die Wahrnehmung des ganzheitlichen Wohlbefindens im Land unter dem globalen Durchschnitt (55 %) und auch deutlich hinter anderen Ländern der Region zurück.

Gesunde Lebensmittel in Argentinien

Gesundheit und Massenkonsum: Hindernisse und Herausforderungen

Das Interesse am Wohlbefinden spiegelt sich auch in den Konsumgewohnheiten wider. 44 % der Verbraucher in Lateinamerika prüfen die Zutaten und achten auf den Nährwert der Produkte, die sie kaufen. In Argentinien liegt dieser Anteil zwar niedriger (39 %), übertrifft jedoch Länder wie Brasilien (33 %) und Chile (31 %).

Den Haushalten zufolge sind jedoch die hohen Kosten und die geringe Verfügbarkeit von Angeboten nach wie vor die größten Hindernisse für den Zugang zu gesunden Lebensmitteln und Getränken. 68 % der Argentinier geben an, dass diese Produkte teuer sind oder nie im Angebot sind – ein Wert, der deutlich über dem globalen Durchschnitt von 52 % liegt. Zudem misstrauen 33 % der Bevölkerung, dass verpackte Lebensmittel und Getränke tatsächlich gesund sind, und 21 % sind der Meinung, dass es nur eine geringe Auswahl gibt (gegenüber 17 % weltweit).

Das Wohlbefinden entschlüsseln: sagen, tun, kaufen

Die Studie zeigt zudem auf, wie sich das Kaufverhalten auf das Engagement für Gesundheit und Wohlbefinden auswirken kann. Zu diesem Zweck werden die Haushalte entsprechend ihrem Lebensstil in drei Gruppen unterteilt: „Health Actives“, „Health Moderates“ und „Health Passives“.

„Health Actives“ sind Personen, die regelmäßig zahlreiche gesunde Ernährungsgewohnheiten und Lebensweisen praktizieren. Sie kaufen eher Vitamine, frisches und tiefgekühltes Gemüse sowie zuckerarme Lebensmittel. „Health Moderates“ verhalten sich eher zwiespältig und kombinieren gesunde Einkäufe mit weniger gesunden Optionen. „Health Passives“ schließlich halten sich weniger an gesundheitsfördernde Praktiken und konsumieren mehr Snacks und zuckerreiche Produkte.

Das Ziel dieser Segmentierung besteht darin, nicht nur die Angaben der Haushalte zu ihren Gewohnheiten mit deren tatsächlichem Verhalten und Kaufverhalten abzugleichen. Die gewonnenen Daten werden mit einer Kaufdatenbank abgeglichen, wodurch sich beispielsweise bestätigen lässt, dass Haushalte, die (körperlich und geistig) gesünder leben, bestimmte Produktkategorien häufiger kaufen als solche, die diese Gewohnheiten nicht pflegen.

So lässt sich feststellen, dass Kategorien wie „Gesichtscremes“ oder „Mundwasser“, die mit der Körperpflege in Verbindung stehen, bei den Health Actives besonders stark vertreten sind, was den Zusammenhang zwischen körperlichem und emotionalem Wohlbefinden widerspiegelt. Im Gegensatz dazu ist die Kategorie „Fem Care“ in diesem Segment weniger stark vertreten, was auf einen Zusammenhang mit Nachhaltigkeitswerten innerhalb ihrer Gesundheitsauffassung hindeutet.

Bei Worldpanel bieten wir Ihnen einen umfassenden und detaillierten Einblick, wie das Wohlbefinden die Konsumgewohnheiten beeinflusst. Optimieren Sie Ihre Strategie und seien Sie dem Markt immer einen Schritt voraus
Kontaktieren Sie unsere Experten, um mehr zu erfahren!

Lesen Sie weiter